Warnstreik an Uniklinik! Über 200 Mitarbeiter legen Arbeit nieder

Frankfurt am Main - Hunderte Tarifbeschäftigte haben am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben am Universitätsklinikum Frankfurt ihre Arbeit niedergelegt.

Gewerkschaft und Uniklinik einigten sich auf eine Notfallvereinbarung. (Symbolbild)
Gewerkschaft und Uniklinik einigten sich auf eine Notfallvereinbarung. (Symbolbild)  © DPA

Zwischen 200 bis 250 Mitarbeiter hätten sich am Morgen auf dem Klinikumsgelände an einem Warnstreik beteiligt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Mit Beginn der Frühschicht um 6 Uhr seien die Beschäftigten in einem Demonstrationszug zum Gewerkschaftshaus gelaufen.

An dem Warnstreik beteiligten sich den Angaben zufolge unter anderem Angestellte der Anästhesie, der Pflege und der Verwaltung. Er sollte noch den gesamten Tag dauern.

Nach Angaben der Gewerkschaft wurden mehrere Operationssäle geschlossen. Bei weniger akutem Behandlungsbedarf werde mit vorübergehenden Einschränkungen und längeren Wartezeiten gerechnet, teilte das Universitätsklinikum mit.

Eine Notfallvereinbarung sei vorab mit der Gewerkschaft geschlossen worden.

"Die Beschäftigten sollen deutlich mehr Geld für ihre anspruchsvollen Tätigkeiten im Krankenhaus bekommen", sagte Gewerkschaftssekretärin Hilke Sauthof-Schäfer. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter, mindestens aber 200 Euro.

Im Pflegebereich sollen zusätzlich 300 Euro monatlich, in der Ausbildung 100 Euro bezahlt werden. Die Frankfurter Klinik hat laut Verdi einen Haustarifvertrag, der die Anwendung des Tarifvertrags der Länder vorsieht und damit nicht unter den hessischen Landestarifvertrag fällt.

An diesem Donnerstag gehen die Verhandlungen in Potsdam in die dritte Runde.

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