Warnung: So gefährlich wird die plötzliche Hitzewelle!

Wie immer gilt bei Hitze: viel trinken, keine unnötige Belastung.
Wie immer gilt bei Hitze: viel trinken, keine unnötige Belastung.

Sachsen - Endlich Sommer! Die Luft aus den Subtropen kommt bei uns am Donnerstag an und bleibt bis Freitag. Die kurze, aber sehr heftige Hitzewelle in Sachsen ist für den menschlichen Körper allerdings eine enorme Belastung.

Wie heiß wird's? Donnerstag werden Höchsttemperaturen von 32 Grad Celsius erwartet. Puh, nur schwacher Wind aus Südost mit wenigen frischen Böen bringt uns richtig zum Schwitzen. Niederschlag? Nullkomma nix! Dafür knallt die Sonne 14,5 Stunden lang...

Rekordwerte für dieses Jahr sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen möglich, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch in Leipzig mitteilte. "Für den Freitag erwarten wir in den drei Ländern Werte um die 33 bis 36 Grad", sagte Meteorologe Jens Oehmichen.

Diesmal kommt zu den extremen Temperaturen eine ebenso extreme UV-Belastung, sagt Medizinmeteorologin Angelika Grätz vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Nach wochenlangem Regen und wolkenverhangenem Himmel in vielen Regionen wird's nun plötzlich "zu" sonnig: "Daran muss man sich erst gewöhnen."

Der Nachholbedarf an Sonne und Wärme sei verständlich. "Aber man sollte das vorsichtig angehen", sagt die Wetterfee weiter.

Jetzt kommen massenweise Zecken raus...

Vorsicht: Die vergangene Wetterlage begünstigt die Zecken-Vermehrung.
Vorsicht: Die vergangene Wetterlage begünstigt die Zecken-Vermehrung.

Die Haut müsse vor der gefährlich hohen UV-Strahlung geschützt werden. Ab Mittag solltet Ihr nicht in die pralle Sonne gehen, sportliche Aktivitäten sollten dann eingeschränkt werden. Außerdem rät Grätz, viel zu trinken.

Die wachsende Schwüle mit den gefühlten Temperaturen nahe 40 Grad in weiten Teilen des Landes verstärkt die Belastung für den ganzen Organismus. Und auch das schnelle Auf und Ab sei für den Körper Schwerarbeit.

Und ihm droht noch von anderer Seite Gefahr: Das durchwachsene Wetter der vergangenen Tage und der relativ milde Winter machen Zecken das Leben leicht. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es in diesem Jahr viele Zecken gibt, ist groß", sagte Naturschutzreferent Herbert Lohner vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Im Winter hätten viele Mäuse überleben können. Sie seien wichtige Wirte für Zecken. Außerdem seien die Insekten bei dem derzeit feuchten Wetter mit milden Temperaturen besonders aktiv. Bei Trockenheit zögen sie sich ins Laub zurück.

Menschen hätten zunehmend Kontakt mit den Tieren, da das Interesse am Gärtern und an der Natur steige, sagte Lohner. Zecken können die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose verursachen. Sachsen zähle nicht grundsätzlich zu den vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebieten für FSME, aber ab dem Vogtland und weiter südlich steige die Gefahr...

Fotos: imgao


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