Sie sollte ihm helfen: Insasse prügelt Hündin in Gefängnis zu Tode

Warren County (Ohio) - Es sollte ein Programm für Gefängnisinsassen werden, das nach diesem Vorfall sofort eingestellt wurde: Benjamin H. prügelte in seiner Gefängniszelle solange auf die Hündin Evie ein, bis sie starb.

Die Hündin Evie wurde im Alter von vier Jahren zu Tode geprügelt.
Die Hündin Evie wurde im Alter von vier Jahren zu Tode geprügelt.  © Facebook/Screenshot/Josephs Legacy

Eigentlich sollte das Programm mit den Hunden Häftlingen bei deren Resozialisierung helfen. Dafür sollten sie in Warren County/Ohio mit den Vierbeinern trainieren - dabei helfen, die Tiere zu Rettungshunden auszubilden.

Ursprünglich hatte die Tierschutzorganisation "Josephs Legacy" an dem Programm teilgenommen.

Vertrauenswürdige Häftlinge sollten mit geretteten Tieren gemeinsam einen neuen Lebensweg beschreiten.

Dieses Vertrauen hatte man auch dem Strafgefangenen Benjam H. geschenkt. Für die vier Jahre alte Evie war dies ein tödlicher Fehler.

Am 25. August 2018 soll der Mann so heftig auf den Schäferhund-Mischling eingeprügelt haben, dass das Tier daran starb.

Eine Autopsie der Hündin ergab, dass sie im Bereich ihres Bauches ein schweres Trauma erlitten hatte. Evies Leber hatte so stark geblutet, dass sie nicht überlebte.

Josephs Legacy reagierte umgehend und nahm sofort alle Hunde aus dem Programm.

Meg Melampy, Präsidentin von Josephs Legacy, zeigte sich untröstlich

Benjamin H. wird wohl eine Weile länger im Gefängnis sitzen müssen.
Benjamin H. wird wohl eine Weile länger im Gefängnis sitzen müssen.  © Warren County Correctional Institution

"Wir haben es für uns abgeschlossen. Wir werden es nie wieder tun, weil wir dumm wären. Wissen Sie, wir wurden einmal getroffen, okay. Doch man bekommt uns nie wieder", sagte die Präsidentin von Josephs Legacy, Meg Melampy.

Benjamin H. musste nach dem Tod der Hündin bereits mehrfach vor Gericht erscheinen.

Am Montagmittag (US-Zeit) wird er sich dort erneut vorstellen müssen. Bei jeder Anhörung erschienen Tierschützer und werden dies solange durchziehen, bis das Urteil gefällt ist, berichtet "Cincinnati.com".

Das Amt für Rehabilitation in Ohio untersucht derzeit jene Programme, wie die mit Evie.

Dafür werden Änderungen an den Richtlinien vorgenommen, um zu verhindern, dass das, was dem Tier widerfuhr, jemals wieder passieren kann.

Benjamin H. saß bereits wegen Einbruchs und Raubes neun Jahre und elf Monate im Gefängnis, als er die Tat beging. Er wurde danach in ein anderes Gefängnis verlegt.

Sollte er jetzt wegen Tierquälerei verurteilt werden, dürfte sich seine Zeit hinter Gittern noch einmal beträchtlich verlängern...

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