Wars das jetzt? Siemens-Chef lässt Gespräch mit Rathaus platzen

Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht will weiter das Gespräch mit der Siemens-Führung suchen.
Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht will weiter das Gespräch mit der Siemens-Führung suchen.  © DPA, Stadt Leipzig

Leipzig - Die Leipziger kämpfen verbissen um ihren Siemens-Standort in Plagwitz. Doch was sie auch tun, der Dax-Konzern bleibt auf Abstand. Jetzt ließ ein Siemens-Chef ein Gespräch mit Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht (60, CDU) platzen.

Bürgermeister Albrecht und der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Michael Schimansky, wollten mit Willi Meixner, dem Geschäftsführer der Division Power and Gas sprechen.

Ein angebotener Gesprächstermin im Rahmen eines Besuchs von Meixner in Leipzig sei abgesagt worden, heißt es aus dem Rathaus.

Albrecht und Schimansky wollten Meixner die Vorteile eines Standorterhaltes sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten durch die Stadt aufzeigen.

Sogar HHL-Rektor und Management-Experte Stephan Stubner hatte seine Unterstützung bei dem Gespräch zugesagt.

Aufgeben will das Rathaus den Siemens-Standort aber nicht. Derzeit hilft die Wirtschaftsförderung dem Betriebsrat bei der Erarbeitung eines Zukunftskonzepts. Mit dabei: externe Fachleute und Experten aus der Verwaltung.

Die IG Metall hatte es zuletzt mit künstlerischem Protest versucht. Im Beisein von rund 100 Siemens-Mitarbeitern enthüllte die Gewerkschaft im Westwerk ein Wandbild des Künstlers Peter Freund. Die Botschaft: "Siemens bleibt in Leipzig" (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA, Stadt Leipzig


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