War's das jetzt mit billigen Flugtickets?

Wie geht es mit den Billigairlines weiter?
Wie geht es mit den Billigairlines weiter?  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Köln - Billigairlines geraten zunehmend ins Trudeln. Nach Air Berlin ist auch die britische "Monarch" am Ende. Konkurrent Ryanair strich im Oktober tausende Flüge. Werden Flüge bald unbezahlbar?

Nach der Air-Berlin-Pleite bleiben viele Reisende auf ihren gebuchten Tickets sitzen. Das Geld wird ihnen nicht erstattet. Ist früh buchen wirklich eine gute Idee?, fragen sich deshalb viele.

Deutschland ist noch immer ein Paradies für Flugticket-Schnäppchenjäger. Erst im Sommer sind die Preise noch einmal deutlich gefallen.

Das hängt unter anderem mit dem gestiegenen Angebot an Flügen zusammen. Allerdings können Airlines nur auf Kosten anderer Airlines Marktanteile gewinnen.

Führend ist dabei in Deutschland die Lufthansa-Tochter Eurowings mit über 50 Prozent der angebotenen Flüge. Danach folgt Ryanair mit rund 28 Prozent.

Wie sich die Insolvenz von Air Berlin in Zukunft auf die Ticketpreise auswirken wird, lässt sich laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) derzeit nicht einschätzen.

Dazu müsse die "Preisentwicklung in der kommenden Wintersaison" abgewartet werden, sagte Peter Berster, DLR-Mitarbeiter im Bereich Luftverkehrsforschung.

Experten gehen jedoch davon aus, dass die Übernahme der Air-Berlin-Flotte durch die Lufthansa bzw. Eurowings zu steigenden Ticketpreisen führen könnte - jedenfalls auf bestimmten Strecken.

Viele Airlines streichen zudem Verbindungen aus ihren Flugplänen, die dauerhaft nur Verluste einbringen. Oder - das ist vor allem bei Ryanair der Fall - sie "Probleme bei der Personalplanung für die fliegenden Crews" haben, berichtet "Die Welt".

Zu neuer Konkurrenz kommt es auch durch die Bahn, die zunehmend wettbewerbsfähig wird. So wird mit Beginn des neuen Winterfahrplanes beispielsweise die wichtige Verbindung Berlin - München untern vier Stunden zurückgelegt.

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa


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