Behörden alarmiert! Schweinepest rückt an deutsch-polnische Grenze

Warschau - In Westpolen sind seit Mitte November bereits mehr als 50 Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei toten Wildschweinen nachgewiesen worden.

Am Montag zog die Feuerwehr diesen verendeten Eber aus dem Fluss Oder.
Am Montag zog die Feuerwehr diesen verendeten Eber aus dem Fluss Oder.  © Facebook/Ochotnicza Straż Pożarna w Siedlisku

Wie der polnische Veterinärdienst mitteilte, gab es bis zum 15. Dezember 48 Nachweise in der Woiwodschaft Lebus, zwei in Niederschlesien und drei in Großpolen.

Die Seuche ist nah an die deutsch-polnische Grenze herangerückt: Anfang Dezember wurde das Virus bei einem verendeten Wildschwein unweit von Nowogrod Bobrzanski gefunden. Der Ort liegt rund 40 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt.

Der Ausbruch in Westpolen hat die Behörden in Deutschland in Alarmbereitschaft versetzt.

Brandenburg will nun an Hochwasserschutzanlagen von Oder und Neiße auf einer Länge von insgesamt 120 Kilometern mobile Wildschutzzäune installieren (TAG24 berichtete).

In Deutschland ist bislang noch kein Fall von Afrikanischer Schweinepest nachgewiesen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Am Montag hatte die Feuerwehr im westpolnischen Ort Siedlisko über Facebook mitgeteilt, sie habe ein totes Wildschwein aus der Oder geborgen. Es gab zunächst allerdings noch kein Laborergebnis, ob das Tier an ASP verendete.

Der Ort liegt etwa 100 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, die Oder ist an dieser Stelle noch kein Grenzfluss.

Titelfoto: Facebook/Ochotnicza Straż Pożarna w Siedlisku


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