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Warum ist dieser Beruf so gefragt?

Die Elektronik findet sich in unserer technischen Welt fast überall. Doch wer kümmert sich eigentlich darum? Mehr zum Berufsbild des Elektrotechnikers findest Du hier im ARTIKEL.















Übersicht und ein klarer Kopf
sind nur zwei der zahlreichen Fertigkeiten, die Elektriker benötigen.
Übersicht und ein klarer Kopf sind nur zwei der zahlreichen Fertigkeiten, die Elektriker benötigen.

Deutschland - Elektronik ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Sie steckt überall drin: In unseren Smartphones, in Gebäuden, in Autos, Flugzeugen, Schiffen und vielen anderen täglichen Gebrauchsgegenständen.

Es ist schwer, sich überhaupt noch einen Lebensbereich vorzustellen, der nicht von der Elektronik und die damit verbundene Technik durchzogen ist. Sie steuert, sichert, überwacht und unterhält uns.

Die meisten Menschen interessiert dabei nicht, wie das alles funktioniert. Jedoch nicht so der Elektrotechniker. Er gehört zu einer Spezies Mensch, der die Technik durchschaut, der weiß, wie alles (oder zumindest vieles) funktioniert. Er erfindet, steuert, wartet und repariert unsere Geräte und sorgt so dafür, dass die Zivilisation weiterhin funktioniert.

Kein Wunder also, dass Elektrotechniker auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind – zumal mittlerweile mehr Elektrotechniker in Rente gehen als neue dazu kommen. Wenn die Lage auch derzeit nicht akut scheint, vor dem Hintergrund eines möglichen Fachkräftemangels ist Elektrotechnik ein sehr attraktives Berufsfeld für junge Menschen, das zudem noch zahlreiche Möglichkeiten der Spezialisierung und/oder Weiterbildung innehat. So gehen viele Techniker den beliebten und bewährten Weg durch eine Weiterbildung zum Meister durch die jeweilige Handwerkskammer oder lassen sich innerhalb des eigenen Betriebs individuell nach ihren Karrierezielen fortbilden. Schlussendlich bietet sich überdies hinaus selbstverständlich auch die Möglichkeit Elektrotechnik an einer Hochschule zu studieren.

Was ist Elektrotechnik?

Elektrotechnik ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich mit der Forschung und der Entwicklung sowie der Produktionstechnik von Elektrogeräten befasst, welche zumindest teilweise elektrisch betrieben werden. Dazu gehören die Bereiche der Wandler, die elektrischen Maschinen und Bauelemente sowie Schaltungen für die Steuer-, Mess-, Regelungs-, Nachrichten- und Rechnertechnik und auch die technische Informatik.

War die klassische Einteilung der Elektrotechnik die Starkstromtechnik und die Schwachstromtechnik, kamen als weitere Gebiete die Mess- und Automatisierungstechnik dazu. Inzwischen haben sich aufgrund der Vielfältigkeit der Anwendungen zahlreiche Spezialgebiete ergeben.

Mögliche Ausbildungswege

Zur Elektrotechnik gelangt man entweder über ein Hochschulstudium oder den Abschluss an einer höheren Fachschule.
















Berufe im Bereich der
Elektrotechnik setzen gemeinhin eine dreieinhalbjährige Ausbildung voraus.
Berufe im Bereich der Elektrotechnik setzen gemeinhin eine dreieinhalbjährige Ausbildung voraus.

Ausbildungsberufe

Es gibt zahlreiche Ausbildungsberufe im Bereich der Elektrotechnik und Elektronik, sowohl im Handwerk als auch in der Industrie. Im Lauf der Jahre wurden dabei zahlreiche Berufsbezeichnungen abgeändert und in neue Ausbildungsberufe umgewandelt. Die letzte große Reform gab es dahingehend 2003 (s. Tabelle).

Einen Überblick über die einzelnen Ausbildungsberufe bietet die Bundesagentur für Arbeit.

Allen Berufen gemein ist die dreieinhalbjährige Ausbildungsdauer, wobei die Spezialisierung im zweiten Jahr beginnt. Alle Berufe erlernen gleichermaßen gemeinsame Fertigkeiten in den Feldern:

1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
4. Umweltschutz,
5. Betriebliche und technische Kommunikation,
6. Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse, Qualitätsmanagement,
7. Beraten und Betreuen von Kunden, Verkauf,
8. Einrichten des Arbeitsplatzes,
9. Montieren und Installieren,
10. Installieren von Systemkomponenten und Netzwerken,
11. Messen und Analysieren,
12. Prüfen der Schutzmaßnahmen,
13. Aufbauen und Prüfen von Steuerungen,
14. Durchführen von Serviceleistungen,
15. Analysieren von Fehlern und Instandhalten von Geräten und Systemen;

Die Auszubildenden werden in ihrem jeweiligen Ausbildungsbetrieb geschult und besuchen parallel dazu die Berufsschule im Rahmen des dualen Ausbildungssystems. In der Schule erhalten sie das berufsspezifische theoretische Fachwissen, weitere Unterrichtsfächer sind Mathematik, Deutsch, Englisch, (Philosophie), Sozialkunde und Sport.

Mit erfolgreichem Abschluss der Berufsschule und der Gesellenprüfung – sowie in einigen Bundesländern zusätzlichen Deutsch- und Englischkursen – erlangt ein Auszubildender automatisch die mittlere Reife, falls er diesen Abschluss nicht bereits innehat. Der Beruf ist bis heute klar eine Männerdomäne, der Frauenanteil liegt bei weniger als 15 %.

Fortbildung zum Elektromeister

An einer Meisterschule ist die Fortbildung zum Elektromeister möglich. Diese dauert entweder ein Jahr in einer Vollzeit- oder zwei Jahre als Teilzeitausbildung.
















Wer tiefer in die Materie
eintauchen will, entscheidet sich oft für das Studium der Elektrotechnik.
Wer tiefer in die Materie eintauchen will, entscheidet sich oft für das Studium der Elektrotechnik.

Staatlich geprüfter Elektrotechniker

Die Elektrotechnik ist eine Weiterbildung ausgehend von der Elektronik. Deshalb wird der Bereich meist als Weiterbildung angeboten, die mit einer klassischen Ausbildung kaum vergleichbar ist. Nach zwei Jahren bieten sich so komplett neue Aufgabenbereiche und ungeahnte Karrieremöglichkeiten an. Staatlich geprüfte Elektrotechniker sind in der Regel in Führungspositionen eingesetzt.

Ganze 44 unterschiedliche Berufsfelder gibt es aktuell in der Elektrotechnik. Das macht eine Spezialisierung bereits in der Ausbildung notwendig, schließlich kann man nicht auf allen Gebieten ein Experte sein.

Die Weiterbildung findet dabei in speziellen Fachschulen statt – entweder in einer zweijährigen Vollzeit-Ausbildung oder als Teilzeit-Variante, die dafür 3,5 bis vier Jahre in Anspruch nimmt. Gibt es keine Berufsschule in der Nähe, bieten sich darüber auch Online-Fernkurse an. So oder so: Die Weiterbildung erfordert ein gehöriges Maß an Motivation.

Studium (Uni vs. Fachhochschule)

Neben dem Ausbildungsweg gibt es die Elektrotechnik auch als Bachelor- und Master-Studiengang. Möglich ist das an einer Technischen Universität, Universität und Hochschule ebenso wie bei privaten Hochschulen berufsbegleitend als Fernstudiengang.

Elektroingenieure entwickeln und konstruieren elektronische Geräte. Das erfordert nicht nur technisches Verständnis und eine Affinität zu Mathematik und Physik, sondern auch ein gewisses Maß an Experimentierfreude: Elektrotechnik, angewandte Informatik und Physik, Mechanik, Werkstoffe der Elektrotechnik, Bauelemente, Systemtheorie und Betriebswirtschaft sind Grundlagenfächer der ersten Semester.

Nach dem Studium gibt es zahlreiche Berufsfelder für Elektroingenieure: Maschinen- und Fahrzeugbau, die Luft- und Raumfahrtindustrie oder die Energieversorgung sind nur einige davon. Es ist durchaus sinnvoll, sich bereits während des Studiums auf ein Fachgebiet zu spezialisieren – kaum ein Studienfach bietet solch eine Bandbreite unterschiedlicher Spezialgebiete wie die Elektrotechnik. Berufschancen haben auch schon Bachelorabsolventen, doch wer beabsichtigt, später auch mal Führungsaufgaben zu übernehmen, der sollte den Masterabschluss anstreben.

Für die passende Stelle nach dem Studienabschluss ist die erste Berufserfahrung klar von Vorteil. Dazu bietet das Studium bereits Möglichkeiten durch Praktika oder Nebenjobs in der Branche. Nach dem Studium folgt dann in der Regel eine erste Einstellung als Trainee, um zunächst in die Arbeit eines Unternehmens reinzuschnuppern. Mit einer Übernahmequote von 93 % der Trainees ist es danach nicht schlecht um den Berufseinstieg bestellt.

Absolventen wird dabei geraten, sich erst einmal in der Forschung und Entwicklung zu beweisen und dort erste Praxis- und Berufserfahrungen zu sammeln, um dann später als Experte in die Projektplanung oder den Vertrieb zu übersiedeln.

Duales Studium

Der Weg zum Elektrotechniker ist außerdem über ein duales Studium möglich. Der Auszubildende erwirbt dabei parallel zur Facharbeiterausbildung einen Bachelor of Engineering oder Bachelor of Science, d. h. am Ende stehen gleich zwei Abschlüsse. Alternativ zur ausbildungsintegrierten Form gibt es die praxisintegrierte Ausbildung, bei der der Besuch der Berufsschule ausbleibt und nur der Hochschulabschluss am Ende der Ausbildung steht. Ein weiterer Vorteil: Der Ausbildungsbetrieb zahlt auch während der Studienzeit einen Lohn – eine bedeutende finanzielle Erleichterung für jeden Studierenden.

Der Ablauf: Während des Semesters finden vier Tage der Ausbildung in der Hochschule, der fünfte in der Berufsschule statt. Alternativ bieten einige Hochschulen auch Berufsschulkurse an. Alternativ gibt es Modelle, in denen Studium und Ausbildung zu gleichen Teilen in der Arbeitswoche verteilt sind. Nach dem dritten Semester (und meist einem Jahr Ausbildung, das dem Studienbeginn vorangestellt wird) folgt die Facharbeiterprüfung – die erste Hürde des dualen Studiums ist geschafft, die Ausbildung bestanden. Jetzt folgt in der Hochschule die Spezialisierung z. B. in Richtung regenerative Energien, Automatisierungs- oder Nachrichtentechnik. Bis zum Ende des Studiums geht die praktische Arbeit in den Semesterferien im Ausbildungsbetrieb weiter, um das erlernte theoretische Wissen umzusetzen. Wer das Studium erfolgreich abschließen möchte, muss nur noch die Bachelorarbeit schreiben. Das findet meist im Betrieb statt, mit dem der Student ein praxisnahes Thema vereinbart.
















Der Beruf des
Elektrotechnikers und vieles, was damit zu tun hat, bahnt zahlreiche Wege.
Der Beruf des Elektrotechnikers und vieles, was damit zu tun hat, bahnt zahlreiche Wege.

Berufschancen

Elektrotechnik ist ein Tätigkeitsfeld mit hohem Zukunftspotenzial, da immer mehr Prozesse und Produkte darauf basieren. Deutsche Unternehmen im Bereich der Elektroindustrie leisten einen bedeutenden Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit von Schlüssel- und Zukunftstechnologien und tragen dazu bei, dass Deutschlands Wirtschaftskraft stabil ist und weiter wächst. Entsprechend gut sind die Berufschancen. Wichtig dabei ist eine frühzeitige Spezialisierung und permanente Weiterbildungen, da sich die Branche rasend schnell weiterentwickelt und durch die zahlreichen Spezialgebiete vor allem Fachkräfte und keine Allrounder gefragt sind.

Da aktuell mehr Elektrotechniker in Rente gehen als dass neue nachrücken, ist die Nachfrage hoch. Diese steigert sich weiter durch die Energiewende.

Branchen

Aufgrund der Vielzahl der Einsatzgebiete gibt es inzwischen zahlreiche Spezialisierungsmöglichkeiten für Elektrotechniker. Branchen, in denen Elektrotechniker gute Jobaussichten haben, sind

  • Telekommunikation
  • Elektronikindustrie
  • Automobilindustrie
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Lebensmittelindustrie
  • Chemieindustrie
  • Medizin- und Mikrosystemtechnik
  • Energiewirtschaft
  • Luft- und Raumfahrtindustrie
  • Verkehrstechnik und -steuerung
  • Ingenieur- und Konstruktionsbüros
  • Software-Unternehmen
  • Öffentlicher Dienst
  • Forschungseinrichtungen

Daneben gibt es zahlreiche andere Spezialgebiete, die weitere Berufsfelder nach sich ziehen. Die Optoelektronik widmet sich beispielsweise der Entwicklung von Lichtschranken, der Lasertechnologie, Infrarot-Technik, optische Sensorik und der Bildverarbeitung.

Auch interessant und ein Berufsfeld mit hohem Zukunftspotenzial ist die Robotik. Hier dreht sich alles um die Entwicklung von Roboter-Maschinensystemen und der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Das ist beispielsweise in der Automobilindustrie, Medizintechnik, Militärtechnik, Forschung und IT besonders gefragt.

Elektrotechnik in der Kommunikations- und Informationstechnik

Keine Frage – Kommunikation ist in der globalisierten Welt ebenso wenig wegzudenken wie die damit verbundenen Informationstechnologien. Entsprechend wächst dieses Tätigkeitsfeld rasend schnell. Absolventen, die sich in diesem Bereich spezialisieren, sind verantwortlich für die Verarbeitung, Codierung, Speicherung und Übertragung von Daten wie Text, Sprache und Bildern. Es gilt bestehende Technologien zu optimieren, neue zu entwickeln und laufende Prozesse zu überwachen. Die Grenzen zur Medientechnik und dem Multimedia-Design verschwimmen zunehmend, sodass sich berufliche Chancen in der Funk- und Fernsehtechnik, Navigation und Radartechnik, beim Mobilfunk, im Verlags- und Druckgewerbe, in der Elektro- und IT-Branche sowie in Planungsbüros und der Forschung und Lehre ergeben.

Elektrotechnik in der Automatisierung

In der heutigen Welt geht es immer auch um Effizienzsteigerung, entsprechend werden zahlreiche Prozesse automatisiert. Elektrotechniker in der Automatisierungstechnik befassen sich deshalb damit, wie sich die maschinelle Fließband-Produktion regeln, messen, überwachen und optimieren lässt und entwickeln dafür Anzeige- und Diagnosegeräte. Eines der Kerngebiete der Automatisierungstechnik ist dabei die Regelungstechnik – von Industrierobotern, Autopiloten, der Stabilitätskontrolle in Automobilen oder Prozessregelungen für Chemieanlagen. Letztlich sind Automatisierungstechniker in der Lage, ganze Produktionsanlagen und Fabriken weltweit zu steuern und aus der Ferne zu warten.

Aufgrund der Spezialisierung auf die Prozesse sind die Einsatzgebiete in diesem Bereich vielfältig und reichen von der Lebensmittelindustrie und der Chemiebranche über die Umwelttechnik bis hin zur Automobilindustrie.

Antriebstechnik

Auch die Antriebstechnik war früher eine Starkstromtechnik. Dabei geht es vor allem darum, elektrische Energie mittels elektrischer Maschinen in mechanische Energie umzusetzen. Dabei spielt sie eine große Rolle in der Automatisierungstechnik, gleichzeitig spielt die Elektronik eine große Rolle in der Antriebstechnik.

Elektrotechnik in der Mobilität

Weltweit zeichnet sich ein Wandel der Antriebstechnologien ab. Knapper werdende Ressourcen und der Klimawandel tragen dazu bei, dass Automobilhersteller um die Verringerung von Emissionen bemüht sind. Hybridantriebe und Elektromotoren sind möglicherweise die Technologien der Zukunft, Elektroingenieure sind bei der Entwicklung dabei unerlässlich.

Gebäudetechnik

Die Gebäudetechnik vereint mehrere Bereiche der Elektrotechnik: Elektroinstallationen sorgen für die Verteilung von Energie, es kommen leitungsgebundene und funkbasierte Informationstechnologien zum Einsatz und durch die Steuerungs- und Regelungstechnik geht es in Zeiten steigender Energiepreise darum, elektrische und thermische Energie immer weiter zu optimieren.

Energietechnik

Hier dreht sich alles um die elektrische Energie – von der Erzeugung über den Transport, Verteilung, Umwandlung und der Anwendung. In der klassischen Elektrotechnik wurde unter Energietechnik die Starkstromtechnik verstanden, d.h., entsprechend intensiv ist die Auseinandersetzung mit Hochspannungen. Eine tragende Rolle spielen dabei insbesondere die regenerativen Energien Wind, Sonne und Wasser, die weltweit weiter auf dem Vormarsch sind.

Elektroingenieure, die sich auf die Energietechnik spezialisiert haben, entwickeln die neuen Technologien weiter, steigern deren Effizienz, planen und überwachen Energieerzeugungsanlagen und machen sich dabei Gedanken um Nachhaltigkeit. Gefragte Arbeitgeber sind damit Stadtwerke, Stromnetzbetreiber und der öffentliche Dienst, aber auch Planungsbüros und Telekommunikationsanbieter.

(Mikro)elektronik

Elektronik ist eines der wichtigsten Spezialgebiete der Elektrotechnik, in fast jedem Haushaltsgegenstand sind elektronische Komponenten wie elektronische Schaltungen, Halbleiterbauelemente und komplexe integrierte Schaltkreise verbaut. Entsprechend sind Telekommunikationsunternehmen, die Energiebranche und die Automobilindustrie Anlaufstellen, um als Elektroniker einen Job zu finden. Immer weiter in der Entwicklung ist auch die Mikroelektronik. Hier geht es um kleinste Bauteile wie Mikrochips, die vor allem in der Computer- und Informationstechnologiebranche entwickelt werden.

Aufgabenbereiche

Elektrotechniker erstellen Analysen und Funktionsberechnungen, montieren und vernetzen elektronisch gesteuerte Systeme und beheben Störungen. Gleichzeitig sind Fachleute im Kundendienst, der Wartung und als Experten im Vertrieb gefragt. Entsprechend breit gefächert sind auch die Aufgabenbereiche von Elektrotechnikern.

Möglich sind beispielsweise:

  • Arbeitsvorbereitung
  • Fertigungsplanung und -steuerung
  • Einkauf
  • Beschaffung
  • Forschung und Entwicklung
  • IT
  • Konstruktion, Fertigung und Produktion
  • Kundendienst
  • Lager- und Materialwirtschaft
  • Versand, Management, Unternehmensführung
  • Qualitätsmanagement und -sicherung
  • Vertrieb und Verkauf

Gehälter

Das Gehalt eines Elektroinstallateurs variiert je nach Größe des Unternehmens zwischen knapp 1.550 und fast 2.900 Euro brutto im Monat. Je nach Aufgabenbereich kommen hier zusätzlich Erschwernis- und Gefahrenzuschläge dazu und auch die Schichtarbeit bringt zusätzliche Gehaltsleistungen.

Ein Mechatroniker liegt mit 1.400 bis 4.000 Euro brutto monatlich dabei etwas darüber, wobei das Gehalt entscheidend von Qualifikation und Alter abhängt.

Ein Informationselektroniker verdient zwischen 1.500 und 2.000 Euro brutto, ein Elektromeister zwischen 1.600 und 4.000 Euro, wobei hier durchschnittlich von einer Arbeitszeit von bis zu 50 Stunden auszugehen ist.

Vor allem die Führungsebene bietet krisenfeste Arbeitsplätze mit einem attraktiven Gehalt. Hier sind für eine 40-Stunden-Woche Entlohnungen von 4.000 bis 6.300 Euro durchaus üblich, wobei die Betreuung hochrangiger Projekte zusätzliche Prämien bieten kann.

Elektrotechniker liegen mit dem Einstiegsgehalt aktuell zwischen 2.000 und 4.000 Euro, wobei die Löhne auch nach Bundesländern variieren.

Das Ausbildungsgehalt von Elektronikern liegt bei:

  • 1. Ausbildungsjahr: 710–880 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 790–930 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 820–1000 Euro
  • 4. Ausbildungsjahr: 890–1040 Euro

Das spätere Einstiegsgehalt bewegt sich zwischen 2.400 und 4.300 Euro.

Wie hoch das Ausbildungsgehalt im dualen Studium ist, lässt sich nicht genau sagen, da es keine allgemeingültigen Tarifverträge für das duale Studium gibt. Nach dem Abschluss bewegt sich die Spanne zwischen 2.000 und 4.800 Euro für das duale Studium Elektro- und Informationstechnik (Absolventen des Bereiches Energiewirtschaft liegen mit maximal 3.950 Euro knapp darunter).

Die Spannen sind groß. Wie hoch das Gehalt tatsächlich ausfällt, hängt sowohl von der Größe es Betriebes (je größer desto besser das Gehalt), dem Bundesland (Süd-Nord- sowie West-Ost-Gefälle) und der Spezialisierung bzw. auch der Branche ab (die Chemie- und Pharmaindustrie führt die Liste an, gefolgt vom Fahrzeug- und Maschinen- und Anlagenbau).

Weitere Informationen zu den Gehältern in dieser Branche bietet z. B. ABSOLVENTA.de.

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