Warum reden plötzlich alle vom Weltuntergang?

Blutmond, bunte Wolken oder Asteroid - Was bringt diesmal den scheinbaren Weltuntergang?
Blutmond, bunte Wolken oder Asteroid - Was bringt diesmal den scheinbaren Weltuntergang?

Dresden - Gleich drei außergewöhnliche Vorgänge heizen gerade die Spekulationen über den (mal wieder) bevorstehenden Weltuntergang an.

Farbige Wolken, ein Blutmond und ein vorbeifliegender Meteorit seien klare Vorzeichen für die Apokalypse.

Die Welt findet ihr Ende bis zum 28. September, davon ist zumindestens der selbsternannte Prophet Reverend Efrain Rodriguez überzeugt.

Ein Meteorit soll in der Nähe von Puerto Rico einschlagen und ein Erdbeben von der bisher nie dagewesenen Stärke 12 auslösen. Die Folge: Eine 300 Meter hohe Welle soll unter anderem die USA verschlucken und 30 Millionen Menschen töten.

Diese Theorie soll laut Rodriguez in der Bibel bzw. bei Gott zu finden sein. Im Internet wurde die Vision des Reverends natürlich sofort verbreitet und von Verschwörungstheoretikern gefeiert.

Auch ein roter Blutmond, der genau an jenem 28.September am Himmel zu sehen ist, gilt als Vorbote des Weltuntergangs.

Und es geht noch weiter: Eine bunte, ungewöhnlich geformte Wolke tauchte vor ein paar Tagen am Himmel über Costa Rica auf und sorgte für Angst und Schrecken. Augenzeugen sprachen vom Ende der Welt.

Was sagen die Experten?

Das NASA gibt Entwarnung: Kein Asteroid wird die Welt treffen.
Das NASA gibt Entwarnung: Kein Asteroid wird die Welt treffen.

Aufgrund der Aufregung um die Vision des Reverends Efrain Rodriguez meldete sich sogar die NASA zu Wort.

„Es gibt keinen Beweis dafür, dass ein Asteroid die Erde treffen wird“, heißt es im Statement.

Auf "Wetteronline" darf man sich ebenfalls beruhigen lassen: Hier werden die derzeitigen Wetterphänomene gut erklärt:

Die perlmutfarbenden Wolken, die unter anderem in Costa Rica gesichtet wurden, nennt man irisierende Wolken. Sie entstehen laut Wikipedia durch die "Beugung der Lichtstrahlen an Wassertröpfchen."

Der sogenannte Blutmond, tritt nach einer Super-Vollmondfinsternis auf. Dass der Erdschatten einen Vollmond verdeckt, kommt nur sehr selten vor. In den vergangenen 100 Jahren war das fünf Mal der Fall und wird wohl erst wieder im Jahr 2033 passieren. Außerdem steht der Mond diesmal sehr nah an der Erde.

Ein Teil des in den frühen Morgenstunden auf die Erde strahlenden Sonnenlichts wird in der Atmosphäre wie von einer Linse gebrochen und in den Erdschatten gelenkt. Dabei kommen wegen ihrer geringeren Streuung vor allem die roten Lichtwellen bis zum Mond.

Am 28.September wird sich spätestens zeigen, ob die vielen Theorien vom Ende der Welt stimmen oder die Wissenschaft mal wieder Recht behalten hat.

Die bunten Wolken über Costa Rica, sind kein Vorbote der Apokalypse, sondern ein wunderschönes Natur-Phänomen.
Die bunten Wolken über Costa Rica, sind kein Vorbote der Apokalypse, sondern ein wunderschönes Natur-Phänomen.
Der sogenannte Blutmond taucht am Morgen nach einer Mondfinsternis am Himmel auf.
Der sogenannte Blutmond taucht am Morgen nach einer Mondfinsternis am Himmel auf.

Fotos: dpa, dpa/Uli Deck, NASA, Screenshot/Youtube:Jessielou121


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