Warum rollt dieser riesige Minenzerstörer durch Dresden?

Am Donnerstag erreichte der "Minebreaker 2000" das Militärhistorische Museum (MHM) in der Albertstadt.
Am Donnerstag erreichte der "Minebreaker 2000" das Militärhistorische Museum (MHM) in der Albertstadt.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Sieht aus wie ein selbstfahrender Kartoffelroder, doch dieses rote Riesengetüm ist ein Minenzerstörer. Am Donnerstag erreichte der "Minebreaker 2000" das Militärhistorische Museum (MHM) in der Albertstadt.

Er kann neun Meter Erde pro Minute durchfräsen. So kommt er unter idealen Bedingungen auf rund 1000 Quadratmeter pro Stunde. Mit seiner Eisenzahnwalze in der Front zerstört das Gerät dabei Minen. Die zwei Fahrer sitzen hinter dicken Stahlwänden geschützt und müssen die Steuerung übernehmen. So konnte das Gerät in Sarajevo beispielsweise 25 Hektar Land sichern und von gefährlichen Minen befreien.

Auch in Afghanistan kam die Maschine schon zum Einsatz. Minen mit 350 Gramm Sprengstoff detonierten, ohne Schaden anzurichten. So sicherte die Bundeswehr mit dem Gerät den Kabuler Flughafen. Im Test wurde das Gerät sogar mit 7,5 Kilogramm Sprengstoff attackiert.

Ab November zeigt das MHM das Gerät in der Sonderausstellung "60 Jahre Bundeswehr".

Fotos: Steffen Füssel


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