Warum sind alle verrückt nach dieser Rose?

Octavian (Sylvia Rena Ziegler) und die junge Marschallin (Maraike Schröter).
Octavian (Sylvia Rena Ziegler) und die junge Marschallin (Maraike Schröter).  © Theater Chemnitz/Kirsten Kijhof

Chemnitz - Eine Rose, nach der alle verrückt sind: Am Sonnabend feierte der „Rosenkavalier“ von Richard Strauss (1864-1949) im Opernhaus (Theaterplatz 2) Premiere.

In der Dreiecksgeschichte geht es darum, dass Octavian, der junge Geliebte der Marschallin für Baron Ochs um die Hand von Sophie anhalten soll. Doch Octavian verliebt sich in das junge Mädchen, was zu einer Reihe von Verwirrungen und Intrigen führt.

Die Inszenierung von Peter Esterhazy ist alles andere als gewöhnlich: In zwei Zeitlinien erzählt er in rund vier Stunden das Stück. Die alte Feldmarschallin (beeindruckend Isabel Weh als klapprige Greisin) erinnert sich an ihre Jugend, gleichzeitig agieren die Sänger der eigentlichen Handlung auf der Bühne. Dabei trifft die klassische Oper auf Gegenwart, Flachbildschirm und Handy inklusive. Während der ganzen Zeit ist die Bühne in Bewegung, schwenkt immer von der einen Seite zur anderen, so dass sich neue Blickwinkel ergeben.

Maraike Schröter läuft als junge Feldmarschallin zu Höchstform auf, mädchenhaft leicht mit klarem Sopran und unglaublicher Bühnenpräsenz. Sylvia Rena Ziegler ist der leidenschaftliche Liebhaber Octavian und macht auch in Hosen eine hervorragende Figur. Baron Ochs wird als österreichische Frohnatur gespielt von Christian Sist.

Die musikalische Leitung hatte Felix Bender inne, der mit der Robert-Schumann-Philharmonie Großes leistete.

Die nächste Aufführung von „Der Rosenkavalier“ ist am 8. Oktober um 15 Uhr. Karten gibt’s ab 14 Euro.

Octavian (Sylvia Rena Ziegler) wirbt als „Rosenkavalier“ um Sophie (Elena Gorshunova).
Octavian (Sylvia Rena Ziegler) wirbt als „Rosenkavalier“ um Sophie (Elena Gorshunova).  © Theater Chemnitz/Kirsten Kijhof
Octavian (Sylvia Rena Ziegler) fordert Baron Ochs (Christian Sist).
Octavian (Sylvia Rena Ziegler) fordert Baron Ochs (Christian Sist).  © Theater Chemnitz/KirstenKihjof

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