Ihre Plätze existierten nicht: Familie kann nicht fassen, wo sie im Flugzeug sitzen soll

Warwickshire (England) - Die Familie Taylor war extra früh am Flughafen angekommen, um von ihrem Urlaub auf Menorca zurück nach Birmingham in ihre britische Heimat zu fliegen. Doch ihre gebuchten Plätze existierten schlicht und ergreifend nicht. Dann kam es zu einer skurrilen Situation: Paula Taylor, ihr Ehemann Ian Taylor (55) und die gemeinsame Tochter Brooke (10) saßen auf dem Flugzeugboden - fast zwei Stunden, bis zur Landung.

Familie Taylor saß auf einem ungewöhnlichen Platz im Flugzeug (Symbolbild).
Familie Taylor saß auf einem ungewöhnlichen Platz im Flugzeug (Symbolbild).  © Holger Hollemann/dpa

Die absurde Situation spielte sich bereits im Juni 2018 ab, doch erst jetzt berichten zahlreiche Medien, wie die "Daily Mail" und der "Mirror" über den Fall, zu dem sich Paula Taylor nun wie folgt äußerte: "Es ist hart und unangenehm und es ist einfach dreckig. Wir konnten es schlicht nicht fassen, als wir merkten, dass es wirklich keine Plätze für uns gab."

Die von der Fluggesellschaft vorgeschlagene Lösung bestand darin, dass Tochter Brooke den letzten freien Platz im Flugzeug einnehmen würde. Ihr Ehemann Ian und Paula Taylor saßen kurzfristig auf zwei freien Klappsitzen.

Aber während das Flugzeug in der Luft war, mussten die Flugbegleiter für andere Passagiere Zugang zu den Nahrungsmitteln erhalten, was bedeutete, dass sowohl Paula Taylor, als auch ihr Mann gezwungen waren, auf dem Boden zu sitzen. Tochter Brooke schloss sich ihnen an, da sie nicht bei Fremden sitzen wollte.

Laut der zuständigen Airline habe es einen "Last-Minute-Flugzeugwechsel" gegeben, der das Problem verursachte. Das Unternehmen bot eine volle Rückerstattung für die Flüge der Familie an. Die Zivilluftfahrtbehörde sagte jedoch, dass Fluggäste zu keinem Zeitpunkt eines Fluges vom Sitz gelassen werden dürfen - wohl abgesehen von der Toilettenpause.

Sie haben sich mit dem Anbieter in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, warum die Familie für den zweistündigen Flug auf dem Boden sitzen musste.

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa


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