Was für eine Schande! Pro Chemnitz will Förderpreis abschaffen

Dr. Ulrike Uhlig von der Stefan-Heym-Gesellschaft, 
Literatur-Professorin Bernadette Malinowski und OB Barbara Ludwig (v.l.) werben 
für den Stefan-Heym-Förderpreis.
Dr. Ulrike Uhlig von der Stefan-Heym-Gesellschaft, Literatur-Professorin Bernadette Malinowski und OB Barbara Ludwig (v.l.) werben für den Stefan-Heym-Förderpreis.  © Maik Börner

Chemnitz - Der Stefan-Heym-Förderpreis soll "wegen minimalen öffentlichen Interesses" abgeschafft werden. Das fordert die Pro-Chemnitz-Fraktion in einem Beschlussantrag. Der trifft fraktionsübergreifend auf Ablehnung.

Mit dem Stefan-Heym-Förderpreis (20.000 Euro) ehrt die Stadt Chemnitz kleine Projekte und junge Initiativen, die sich in besonderer Weise mit dem Leben und Werk Stefan Heyms beschäftigen. Pro Chemnitz hält das für überflüssig.

Sehr zum Ärger von SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (46): "Das ist eine Schande für Chemnitz", schimpft er. "So wird das Erbe der Stadt mit Füßen getreten." Vieweg, der die Stefan-Heym-Gesellschaft 2009 selbst mitgründete, betont: "Dieser Förderpreis ist wichtig." Ines Saborowski-Richter (50, CDU) winkt verständnislos ab: "Über so etwas muss man gar nicht nachdenken." Hans-Joachim Siegel (74, Linke) kannte Stefan Heym noch persönlich. „Solchen Unsinn kann man nur ablehnen“, findet er. "Dieser Antrag hat keinerlei Substanz. Er ist von blindem Fanatismus getragen.

Abgestimmt wird über den Antrag am 20. September in der kommenden Stadtratssitzung.

Der Pro-Chemnitz-Antrag, den Förderpreis abzuschaffen, empört SPD-Stadtrat 
Jörg Vieweg (46).
Der Pro-Chemnitz-Antrag, den Förderpreis abzuschaffen, empört SPD-Stadtrat Jörg Vieweg (46).  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Maik Börner


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