Was wollen Unterwasser-Archäologen im Eggegebirge?

Die Kieler Unterwasserarchäologen waren sogar schon in der Höhle "Cenote Las Calaveras" in Mexiko.
Die Kieler Unterwasserarchäologen waren sogar schon in der Höhle "Cenote Las Calaveras" in Mexiko.  © DPA

Willebadessen - Eigentlich war der Eisenbahntunnel, der quer durchs Eggegebirge zwischen Lichtenau und Willebadessen führen sollte, als Vorzeigeprojekt im 19. Jahrhundert geplant. Aber da das Geld ausging, scheiterte das Vorhaben.

Um mehr über die Großbaustelle zu erfahren, wollen Archäologen jetzt tief in die Geschichte eintauchen. Und das im wahrsten Sinne! Denn der Tunnel ist heute geflutet.

Deshalb sind im Eggegebirge ab Donnerstag Unterwasserarchäologen unterwegs. Sie wollen mehr über die Industrieruine erfahren. Es wird das erste Mal sein, dass sich die Experten ein genaueres Bild von dem teilweise gefluteten Eisenbahntunnel verschaffen.

Die Eisenbahngesellschaft, die das Projekt im 19. Jahrhundert in Angriff nahm, ging pleite. Die Revolution im Jahr 1848 hatte dafür gesorgt, dass Geldgeber nur zögerlich investierten. Die Folge: Die Arbeiten am Tunnel wurden eingestellt.

Die dadurch entstandene Investitionsruine ist heute ein Bodendenkmal. Mit Hilfe der Archäologen aus Kiel, die sie unter die Lupe nehmen sollen, wollen die Wissenschaftler des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mehr über das gescheiterte Bauprojekt erfahren.

Schon am Donnerstagvormittag um 11 Uhr gewähren sie vor Ort erste Einblicke in ihre Arbeit.

Titelfoto: DPA


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