Was wurde eigentlich aus den größten Boybands?

One Direction hat seine Trennung bekannt geben.
One Direction hat seine Trennung bekannt geben.

London - Millionen nassgeweinter Teenie-Kopfkissen! Mit den irisch-britischen Überfliegern One Direction hat sich die größte Boyband unserer Zeit aufgelöst - auch wenn das die Mitglieder etwas anders sehen.

„Wir trennen uns nicht, aber wir nehmen uns eine wohlverdiente Pause“, erklärt Bandmitglied Niall Horan (21) die angekündigte Funkstille.

Die fünf Jungs wollen erst einmal solo ihr Glück versuchen. Liam Payne (21) sieht die Zukunft rosig: „Danke für alles, was ihr für uns getan habt, es waren die fünf verblüffendsten Jahre und es wird noch viel mehr kommen.“

Doch ist sein Optimismus auch berechtigt? Geht für Boyband-Stars auch solo die Karriere weiter? Und klappt eine spätere Wiedervereinigung - oder sind dann die alten Fans schon herausgewachsen?

Die Schicksale der bislang größten Boyband zeigen, was One Direction - und ihre Fans - jetzt alles erwartet.

New Kids on the Block

Seit Oktober 2014 sind New Kids on the Block stolze Besitzer eines Sterns auf dem Walk of Fame.
Seit Oktober 2014 sind New Kids on the Block stolze Besitzer eines Sterns auf dem Walk of Fame.

Die 1984 gegründete, fünfköpfige US-Gruppe - Fans sprechen von NKOTB - ist eine der erfolgreichsten Boygroups überhaupt. Größter Hit: „Step by Step“ (Uh, Baby!). Zehn Jahre nach der Gründung trennt sich die Band. 2008 meldet sie sich zurück und ist seitdem wieder in Originalbesetzung auf der Bühne - allerdings mit mäßigem Erfolg. Versuche von Solokarrieren scheiterten allesamt.

Backstreet Boys

Anfang der Neunzigerjahre finden die Backstreet Boys zusammen und landen mit ihrem ersten Hit auch gleich den größten Erfolg: „We’ve Got it Going on“. Bis heute machen die US-Amerikaner Musik - zusammen oder solo. 2015 kam eine Doku über den Aufstieg der Boygroup zu Weltstars in die Kinos. Einen Rekord haben sie sicher: Mit 130 Millionen verkaufter Tonträger sind die Backstreet Boys die bislang erfolgreichste Boyband der Welt.

Die Backstreetboys 1998 bei den MTV Music Awards.
Die Backstreetboys 1998 bei den MTV Music Awards.
Die Bakcstreet Boys 2015 bei einem Konzert in Hannover.
Die Bakcstreet Boys 2015 bei einem Konzert in Hannover.

Take That

Hier noch mit Robbie Williams - aber inzwischen ist Take That nur noch zu dritt unterwegs.
Hier noch mit Robbie Williams - aber inzwischen ist Take That nur noch zu dritt unterwegs.

Robbieee!!! Ihr größter Trumpf wurde Take That irgendwann zum Verhängnis. Die britische Boyband, die in den Neunzigerjahren Millionen Mädchenherzen schmelzen ließ und in Deutschland reihenweise Nummer-1-Hits landete, trennte sich 1996. Ein Jahr zuvor war der größte Frauenschwarm, Robbie Williams, nach einer Drogenbeichte ausgestiegen. 2005 kommen sie wieder zusammen, 2014 steigt auch noch Jason Orange aus. An Robbie Williams‘ Soloerfolge („Let me entertain you“) kann die Band aber nicht mehr anknüpfen.

NSYNC

Die Boyband NSYNC auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs im Jahr 2000. Ein Jahr später trennte sich das US-Quintett.
Die Boyband NSYNC auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs im Jahr 2000. Ein Jahr später trennte sich das US-Quintett.

An die US-Gruppe, die zwischen 1995 und 2002 Teenie-Herzen im Sturm eroberte, erinnert sich heute fast niemand mehr. Mit einer Ausnahme: Für Justin Timberlake ging es nach der Trennung in Sachen Erfolg erst so richtig los. Mit drei Erfolgsalben und zahllosen Hitsingles gehört Justin zu den erfolgreichsten Solokünstlern der Nullerjahre. Spätestens seit seiner Hauptrolle im Facebook-Film „The Social Network“ hat sich Timberlake auch als Schauspieler in Hollywood etabliert.

Tokio Hotel

Die 2001 gegründete Gruppe aus Magdeburg um die Zwillinge Tom und Bill Kaulitz wurde international als deutscher Exportschlager gefeiert. Der Hype beginnt im Jahr 2005, als „Durch den Monsun“ in die Charts schwappt. 2010 bewegt unter anderem Stalking die vierköpfige Band zum Rückzug, sie verlassen Deutschland, ziehen nach Los Angeles. Vier Jahre später überrascht Tokio Hotel auf dem Elektropop-Album „Kings of Suburbia“ mit sanfteren Tönen. Ruhiger und erwachsener sind auch die einst berüchtigten Fans geworden.

Fotos: imago, dpa


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