Waschbär-Plage: Das solltet Ihr beachten!

Waschbären sehen niedlich aus, werden aber immer mehr zur Plage.
Waschbären sehen niedlich aus, werden aber immer mehr zur Plage.

OWL - Waschbär, Steinmarder, Fuchs und Wildschwein: Weil ihr natürlicher Lebensraum immer weiter schrumpft, gibt es nur eine logische Konsequenz: Die Wildtiere weichen auf besiedelte Gebiete aus.

Vor allem Waschbären werden auch in Ostwestfalen-Lippe immer mehr zur Plage. Sie sehen zwar niedlich aus, sind aber Raubtiere - und dementsprechend gefährlich!

Sie durchwühlen Mülltonnen, beschädigen Dämmungen und heben Dachpfannen hoch. Der Kreis Höxter ist die Waschbär-Hochburg von OWL.

"Hier hat die Population offensichtlich ihre Kapazitätsgrenze erreicht und steigt nicht mehr an. Es wirken offenbar natürliche Regulationsmechanismen. Man schätzt ihre Dichte dort auf 10 bis 15 Tiere pro 100 Hektar", erklärt ein NABU-Sprecher gegenüber der Neuen Westfälischen.

Die tierischen Untermieter machen sich immer breiter in besiedelten Gebieten.
Die tierischen Untermieter machen sich immer breiter in besiedelten Gebieten.

Bis auf Greifvögel haben Waschbären kaum natürliche Feinde. Pro Jahr kann ein Weibchen im Schnitt drei Junge zur Welt bringen. Kein Wunder also, dass sie sich immer mehr verbreiten.

Wenn Ihr einen Welpen findet, solltet Ihr ihn nicht anfassen. "Am besten die Tiere ungestört liegen lassen. Tiermütter lassen ihre Jungen oft alleine und besuchen diese nur ab und an. Riecht ein Jungtier dann nach Mensch, wird es wahrscheinlich von seiner Mutter verstoßen", rät Andreas Schneider, Sprecher vom Landesjagdverband NRW.

Wer die niedlichen Untermieter nicht bei sich auf dem Grundstück haben möchte, sollte ein paar Dinge beachten:

  • Wildtiere sollten nicht gefüttert werden. Besser also auch kein Haustierfutter oder tierische Abfälle auf den Kompost werfen.
  • Löcher und Zugänge zu Dachböden, Schuppen und Garagen sollten versperrt werden. Aufstiegshilfen sollten abgebaut werden.
  • Hühner- und Kaninchenställe und auch der Garten sollten mit stabilen Zäunen geschützt werden. Wer eine Katzenklappe hat, sollte die nachts verschließen.
  • Wildtiere sollten weder eingefangen noch angefasst werden. Findet man ein junges oder verletztes Wildtier, sollte der zuständige Jäger, die Polizei oder das Veterinär- beziehungsweise Ordnungsamt informiert werden.

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