Waschbären tappen in die Haribo-Falle

Christian Paulick (34) versteckt seine Fallen unauffällig im Schilf.
Christian Paulick (34) versteckt seine Fallen unauffällig im Schilf.

Königswartha - Haribo macht Waschbären froh - aber nicht sehr lange! Denn wenn die Allesfresser einmal zu naschen beginnen, schnappt die Falle zu.

Während in weiten Teilen Sachsens die Plage immer schlimmer wird, geht es den pelzigen Räubern jetzt zumindest rund um die Königswarthaer Fischteiche zwischen Bautzen und Hoyerswerda an den Kragen.

Nachdem die Spitzbuben im Sträflingsfell die Gelege sämtlicher Bodenbrüter ausgeräumt hatten, wurde es Jagdpächter Christian Paulick (34) zu bunt: „Selbst bei den Stockenten habe ich kaum noch Junge gesehen. Also habe ich mir einige Lebendfallen gebaut.“

In den nächsten Wochen beginnt wieder seine Waschbär-Jagdsaison. Als Köder benutzt er für die Schleckermäuler nicht selten Nutella oder Haribo.

Paulick: „Wenn die Gummibärchen etwas aufweichen, riechen sie auch sehr weit und verlockend.“ Die gefangenen Räuber bringt er dann waidmännisch zur Strecke und zieht ihnen das Fell über die Ohren.

„Es gibt auch einige Kürschnerfirmen, die das Fell aufkaufen und dann sehr gut wärmende Daniel-Boone-Mützen daraus machen“, erklärt Jäger Paulick.

Reich wird man damit zwar nicht - zehn bis 15 Euro gibt es pro Fell. Immerhin hat Paulick aber im letzten Winter 30 Waschbären erlegt.

Allein kann er Sachsens Waschbärenplage natürlich nicht bewältigen. „Doch wenn jeder Jäger in seinem Revier etwas tut, hätten wir Erfolg“, ist Paulick überzeugt.

Und vielleicht tragen wir dann alle Daniel-Boone-Mützen...

Jäger Paulick verkauft das Fell an Kürschnerfirmen - daraus entstehen dann u.a. solche Daniel-Boone-Mützen.
Jäger Paulick verkauft das Fell an Kürschnerfirmen - daraus entstehen dann u.a. solche Daniel-Boone-Mützen.

Fotos: Lutz Hentschel, imago, Daniel Boone/PR


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