Atomkrieg oder Klimawandel? So nah ist die Welt jetzt vor einer Katastrophe

Washington - Führende Wissenschaftler haben die so genannte "Weltuntergangsuhr" symbolisch auf 100 Sekunden vor Mitternacht vorgestellt.

Vom Klimawandel bedrohte Naturschönheit: Ein Eisberg in der Gletscherlagune Jökulsarlon im Süden von Island.
Vom Klimawandel bedrohte Naturschönheit: Ein Eisberg in der Gletscherlagune Jökulsarlon im Süden von Island.  © Owen Humphreys/PA Wire/dpa

Die Gefahr dafür, dass sich die Menschheit durch einen Atomkrieg oder Klimawandel selbst auslöscht, sei so groß wie seit Erfindung der Uhr im Jahr 1947 nicht, teilte das "Bulletin of Atomic Scientists" bei seiner jährlichen Pressekonferenz am Donnerstag in Washington mit.

2019 und 2018 hatte die Uhr jeweils zwei Minuten vor 12 angezeigt.

"Wie nah die Welt an einer Katastrophe ist, stellen wir jetzt in Sekunden dar - nicht Stunden oder Minuten", sagte Rachel Bronson, Präsidentin der wissenschaftlichen Organisation "Bulletin of Atomic Scientists".

Und weiter: "Wir haben es jetzt mit einem echten Notfall zu tun - einem absolut inakzeptablen Zustand der Welt."

Als besonders gefährliche Faktoren sehen die Wissenschaftler die Möglichkeit eines Atomkrieges, den Klimawandel und digitale Falschinformationen an.

Nagasaki, 9. August 1945: Eine pilzförmige Rauchsäule steigt nach der Explosion der Atombombe in den Himmel. Drei Tage zuvor hatten die USA bereits Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet.
Nagasaki, 9. August 1945: Eine pilzförmige Rauchsäule steigt nach der Explosion der Atombombe in den Himmel. Drei Tage zuvor hatten die USA bereits Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet.  © -/epa/Nagasaki Atomic Bomb Museum/dpa
Das Foto, welches vom japanischen Forschungsschiff "Shirase" während der 61. Antarktis-Expedition im Dezember 2019 gemacht wurde, zeigt einen Eisberg im Antarktischen Ozean. Die globale Erderwärmung lässt die Eismassen langsam schmelzen.
Das Foto, welches vom japanischen Forschungsschiff "Shirase" während der 61. Antarktis-Expedition im Dezember 2019 gemacht wurde, zeigt einen Eisberg im Antarktischen Ozean. Die globale Erderwärmung lässt die Eismassen langsam schmelzen.  © -/kyodo/dpa
li.: Die NASA-Aufnahme aus dem Jahr 2006 zeigt die westliche Hemispähre der Erdkugel. re.: Ein Teilnehmer der Demonstration "Winterwanderung Strike WEF", die am 19. Januar vor dem 50. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) stattfand.
li.: Die NASA-Aufnahme aus dem Jahr 2006 zeigt die westliche Hemispähre der Erdkugel. re.: Ein Teilnehmer der Demonstration "Winterwanderung Strike WEF", die am 19. Januar vor dem 50. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) stattfand.  © NASA Goddard Space Flight Center/NASA/dpa,Walter B

Titelfoto: Owen Humphreys/PA Wire/dpa, -/epa/Nagasaki Atomic

Mehr zum Thema Unglück:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0