Droht Grippe-Pandemie mit 33 Millionen Toten?

Washington - Es sind erschreckende Aussichten, vor denen Multi-Millionär Bill Gates (62) warnt! Der Unternehmer sieht nämlich die Gefahr einer globalen Grippe als sehr realistisch. Von bis zu 33 Millionen Toten ist die Rede.

Bill Gates engagiert sich für die Entwicklung von Medikamenten, die im Falle einer Pandemie möglichst schnell hergestellt werden können.
Bill Gates engagiert sich für die Entwicklung von Medikamenten, die im Falle einer Pandemie möglichst schnell hergestellt werden können.  © Jose Luis Magana/AP/dpa

Der Microsoft-Gründer schlägt in einem Interview mit der "Washington Post" Alarm. Er warnte, die US-Regierung müsse Amerika und die Welt auf die Möglichkeit einer Pandemie vorbereiten. Auch deshalb, weil die Gefahr des Einsatzes von Bio-Waffen bei einem terroristischen Angriff nicht auszuschließen ist.

Hinzu komme, dass die Menschen heutzutage die ganze Welt bereisen. Durch das Einschleppen von Keimen und Viren könnten neue gefährliche Krankheitserreger entstehen, die letztendlich auch eine Gefahr für die gesamte Menschheit sind.

Gates, der mit seiner Ehefrau die Gesundheits-Stiftung "Bill & Melinda Gates Foundation" gegründet hat, forderte die US-Regierung deshalb auf, in die Forschung neuer wirksamer Medikamente und Grippeimpfstoffe zu investieren. Im Augenblick verhindere die Bürokratie der US-Regierung jedoch, dass schnell genug auf Mutationen von Erregern reagiert werden könne.

Mutiert beispielsweise ein Grippevirus und wird nicht schnellstmöglich medizinisch etwas dagegen unternommen, kann er sich besonders gefährlich und schlimmstenfalls Tod bringend entwickeln.

Das war etwa bei der Spanischen Grippe der Fall, bei der 1918 weltweit zwischen 50 und 100 Millionen Menschen weltweit starben.

Zur Vermeidung einer Virus-Infektion trägt eine Schwester Schutzkleidung und Schutzmaske.
Zur Vermeidung einer Virus-Infektion trägt eine Schwester Schutzkleidung und Schutzmaske.  © Boris Roessler dpa/lni

Auch der Winter 2017/18 habe gezeigt, wie sehr überfordert Krankenhäuser weltweit mit der Grippewelle waren, weil sich die hoch ansteckenden Viren schnell verbreitet haben. Ohne ausreichende Vorbereitung könnte bei einer der nächsten Grippewellen Ähnliches wie 1918 drohen, befürchtet Gates.

Dann "würden in nur sechs Monaten weltweit fast 33 Millionen Menschen sterben", zitiert ihn die "Washington Post".

Also müsse in Projekte investiert werden, die sich mit der Erforschung von Impfstoffen befassen, und die die schnelle Produktion von antiviralen Medikamenten und Antikörpertherapien ermöglichen. Außerdem würden einfache Tests gebraucht, mit denen schnell herausgefunden werden kann, mit welchem Virus sich jemand infiziert hat.

Am wichtigsten, so Gates, sei, dass endlich Strategien entwickelt werden, mit denen Viren in den Griff zu bekommen sind. Denn nur wenn Maßnahmen lokal gelingen, funktionieren sie auch global.

Titelfoto: Jose Luis Magana/AP/dpa, Boris Roessler dpa/lni


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