Gigantischer Weltraum-Felsen steuert heute auf die Erde zu

Der 3200 Phaeton hat einen Durchmesser von etwa fünf Kilometer. (Symbolbild)
Der 3200 Phaeton hat einen Durchmesser von etwa fünf Kilometer. (Symbolbild)  © dpa/123RF

Washington - Am heutigen Samstag steuert ein gigantischer Gesteinsbrocken auf die Erde zu.

Doch wir können Euch beruhigen: Auch wenn die NASA den Asteroiden namens "3200 Phaeton" als "potenziell gefährlich" einstuft, schrammt er ohne schlimme Folgen an unserem Planeten vorbei.

Mit fünf Kilometern Durchmesser ist der Weltraum-Felsen ein eher kleiner Himmelskörper. Doch vergleicht man ihn allerdings mit den bekannten Asteroiden, die für uns gefährlich werden könnten, ist er der drittgrößte. Seine Form soll er durch seine Rotation bekommen haben: Er dreht sich alle 3,6 Stunden um die eigene Achse.

Am Wochenende des dritten Advents nähert er sich unserer Erde auf etwa zehn Millionen Kilometer, so der BR. Trotzdem ist Phaeton in so geringer Entfernung, dass ihn die Wissenschaftler der NASA genau unter die Lupe nehmen können. Mittels Radarwellen wird er von Radio-Teleskopen abgelichtet, anschließend wird damit ein exaktes 3D-Modell erstellt.

Der Asteroid 3200 Phaeton kann man mit einem Teleskop beobachten

Der Geminiden-Meteorstrom am 14. Dezember am Nachthimmel über Tybee Island (USA).
Der Geminiden-Meteorstrom am 14. Dezember am Nachthimmel über Tybee Island (USA).  © DPA

Sogar für Normalos soll der Asteroid mit einem Teleskop sichtbar sein. Dafür muss man sich aber möglichst weit von der Stadt entfernen und in absoluter Dunkelheit in den Himmel blicken. Am nächsten wird er der Erde am 16. Dezember gegen 23 Uhr deutscher Zeit sein.

Bei einer Sache sind sich die Forscher allerdings noch nicht sicher: Die Umlaufbahn des großen Gesteinsbrocken hat eine ziemliche Ähnlichkeit mit jenem Meteorstrom, den wir erst vor kurzem bewundern konnten.

Die Geminiden erreichten in der Nacht zum 13. Dezember mit bis zu 120 Meteoren pro Stunde ihren Höhepunkt (TAG24 berichtete). Ob der "3200 Phaeton" der Mutterkörper der Sternschnuppen ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Es wäre aber alles andere als normal. Denn Meteorenschauer werden sonst nur mit Kometen in Verbindung gebracht. "Es ist ein Mysterium", so die NASA.

So dicht flog der kugelförmige Felsen aus dem Weltall übrigens zuletzt im Jahr 1974 an uns vorbei. Auf die nächste "Begegnung" muss man laut Metro erst wieder etwas warten. Erst 2093 kommt der Asteroid wieder in unsere Nähe.

Doch ein weiteres Himmelspektakel steht uns schon bald bevor. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember werden die Ursiden erwartet. Allerdings wird mit nur zehn Meteoren pro Stunde gerechnet.

Titelfoto: dpa/123RF


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