Iran-Konflikt: Trump spricht von Frieden, aber macht klare Ansage an Deutschland

Washington - US-Präsident Donald Trump hat nach dem iranischen Vergeltungsangriff (TAG24 berichtete) eine deeskalierende Botschaft gesandt. "Die Tatsache, dass wir dieses großartige Militär und die Ausrüstung haben, bedeutet allerdings nicht, dass wir es einsetzen müssen. Wir wollen es nicht einsetzen", sagte Trump am Mittwoch bei einer Ansprache im Weißen Haus.

US-Präsident Donald Trump (Mi.), wandte sich am Mittwoch in einer Ansprache aus dem Grand Foyer des Weißen Hauses an die Nation.
US-Präsident Donald Trump (Mi.), wandte sich am Mittwoch in einer Ansprache aus dem Grand Foyer des Weißen Hauses an die Nation.  © Alex Brandon/AP/dpa

Außerdem forderte Trump den Iran zur Zusammenarbeit bei gemeinsamen Interessen auf. Die Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei auch im Interesse des Irans, sagte der US-Präsident.

"Und wir sollten dabei und und bei anderen gemeinsamen Prioritäten zusammenarbeiten." Auch der schiitische Iran betrachtet die sunnitische Terrormiliz IS als Feind. "Die Vereinigten Staaten sind bereit, mit allen, die sich darum bemühen, Frieden zu schließen", sagte Trump weiter.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China forderte er auf, nicht mehr am Atomabkommen mit dem Iran festzuhalten.

Stattdessen müssten diese Staaten gemeinsam mit den USA an einem neuen Abkommen mit dem Iran arbeiten, "das die Welt zu einem sichereren und friedlicheren Ort" machen würde.

Verstoß gegen Souveränität: Irak bestellt Irans Botschafter ein

Ein Demonstrant legt während eines Protests gegen den iranischen Raketenangriffe auf US-Stützpunkte im Irak in der Nähe des Tahrir-Platzes in Bagdad ein Feuer.
Ein Demonstrant legt während eines Protests gegen den iranischen Raketenangriffe auf US-Stützpunkte im Irak in der Nähe des Tahrir-Platzes in Bagdad ein Feuer.  © Khalid Mohammed/AP/dpa

Unterdessen hat Iraks Außenministerium in Bagdad den Botschafter des Nachbarlandes einbestellt. Der Militärschlag werde als Verstoß gegen die irakische Souveränität angesehen, teilte das Ministerium am Mittwoch in Mitteilungen über Twitter mit.

Es rief alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Der Irak sei ein unabhängiges Land und werde nicht zulassen, zum Schauplatz für Konflikte zu werden.

Der Irak und sein Nachbar Iran haben enge Kontakte. Teheran sichert sich dort vor allem über verbündete schiitische Milizen Einfluss.

Nach Raketenangriffen auf zwei von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak zur Vergeltung der gezielten Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani hatte Trump weitere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran angekündigt, aber zunächst keine militärische Antwort.

Die vom Büro des obersten iranischen Führers veröffentlichte Aufnahme zeigt den obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei.
Die vom Büro des obersten iranischen Führers veröffentlichte Aufnahme zeigt den obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei.  © -/Office of the Iranian Supreme Leader/AP/dpa

Titelfoto: -/Office of the Iranian Supreme Leader/AP/dpa,Alex

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