Radlerin zeigt Donald Trump den Stinkefinger: Das hat Folgen

Donald Trump (71) passierte mit seinem Autokonvoi eine Radlerin.
Donald Trump (71) passierte mit seinem Autokonvoi eine Radlerin.  © DPA

Washington - Gestatten, Juli Briskman (50), zweifache Mutter aus den USA hat unumwunden ihre Meinung zu Donald Trump (71), dem 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, kundgetan. Das bezahlt sie nun teuer.

Vor gut einer Woche war die 50-Jährige im weißen Shirt und schwarzfarbenen sportlichen Pants mit dem Fahrrad unterwegs, als sie von Trumps Autokonvoi passiert wurde. "Er fuhr vorbei und mein Blut fing an zu kochen", sagte die Frau der Huffington Post. Sie reckte Donald Trump den Mittelfinger entgegen. Weil die Fahrzeugkolonne von einem offiziellen Fotografen begleitet wurde, konnte dieser Moment für die Ewigkeit festgehalten werden.

Das Foto machte im Internet die Runde. Offensichtlich auch stolz auf ihre eigene Tat wurde der Schnappschuss von Briskman als Social-Media-Profilbild ausgewählt. Das wurde der Radlerin zum Verhängnis.

Wenige Tage später verlor sie ihren Job, wurde bei Akima, einem regierungsnahen Unternehmen, gekündigt. Die Firma teilte ihr mit, dass sie als Mitglied der Kommunikations- und Marketing-Abteilung keine unanständigen Gesten auf Facebook oder Twitter posten könne.

Doch von Reue keine Spur bei Briskman. "Auf eine ganz bestimmte Art und Weise geht es mir jetzt besser", sagte sie. Ich bin wütend, in welche Richtung sich unser Land entwickelt hat", machte sie ihrem Ärger Luft.

"Kinder von Einwanderern werden ausgewiesen, 'Obamacare' wurde abgeschafft und in Puerto Rico hat gerade mal ein Drittel der Bevölkerung Strom, aber Trump hat mal wieder Zeit, um auf den verdammten Golfplatz zu fahren", war das, was sie fühlte, als Trump an ihr vorbeifuhr, weshalb sie weder den Stinkefinger noch ihren Jobverlust wirklich bereut.

Juli Briskman kostete diese obszöne Geste den Job.
Juli Briskman kostete diese obszöne Geste den Job.

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