Was suchen denn die Wasserbüffel auf den Wiesen in Tegel?

Das Naturschutzprojekt zur Wahrung der besonderen Artenvielfalt auf den Feuchtwiesen wird mit der Aktion im dritten Jahr fortgeführt.
Das Naturschutzprojekt zur Wahrung der besonderen Artenvielfalt auf den Feuchtwiesen wird mit der Aktion im dritten Jahr fortgeführt.  © DPA

Berlin - Mächtig effektiv! Seit Dienstag helfen Wasserbüffel dabei, die Feuchtwiesen des Tegeler Fließes in Reinickendorf zu stutzen.

Zunächst grasen sechs Jungbullen der auffallenden Rinderart mit ihren langen, gebogenen Hörnern auf den Grünflächen nördlich und südlich der Egidybrücke, sagte ein Sprecher des Bezirksamts. Die Herde solle im Laufe des Jahres auf bis zu zehn Tiere anwachsen.

Wasserbüffel sind über ein EU-Förderprogramm schon im dritten Jahr als natürliche Rasenmäher im Einsatz. Trotz ihres beachtlichen Gewichts von mehr als 500 Kilogramm können sich auch erwachsene Tiere mit ihren gespreizten Hufen und weichen Fesseln problemlos auf sumpfigem Untergrund bewegen.

Der Einsatz von Maschinen gilt dagegen als unwirtschaftlicher. Oft sind die Flächen im Tegeler Fließ dafür zu nass, und für den Grünschnitt gibt es keine Verwendung. Darüber hinaus schmeckt Wasserbüffeln auch Schilf, das sonst mühsam geschnitten werden müsste.

Inzwischen sind die gutmütigen Tiere, die auf eingezäunten Flächen leben, auch eine Attraktion für Groß und Klein. Wasserbüffel waren in Europa bereits vor der letzten Eiszeit heimisch und wurden bis ins Mittelalter als Nutztiere gehalten.

Beim Weideauftrieb wurden sechs Jungbullen auf das Gelände gelassen.
Beim Weideauftrieb wurden sechs Jungbullen auf das Gelände gelassen.  © DPA

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