Braune Flut! Diese Straßenzüge stehen komplett unter Wasser

Das Wasser bahnt sich nördlich des Bahnhofs Lichtenberg seinen Weg durch den Bezirk.
Das Wasser bahnt sich nördlich des Bahnhofs Lichtenberg seinen Weg durch den Bezirk.

Berlin - Nein, das ist nicht die Sintflut! Am Donnerstagmorgen führte ein extremer Wasserrohrbruch in Berlin-Lichtenberg zu weitläufigen Überschwemmungen.

Die Wassermassen bahnten sich ihren Weg: Ein Rohrbruch in der Fanninger Straße setzte ganze Straßenzüge, einschließlich die vielbefahrene Frankfurter Allee (auch Bundesstraße 5) unter Wasser und führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe hatten mit den braunen Fluten zu kämpfen. Vor allem die Straßenbahnlinien 21 und 37, sowie die Buslinie 256 sind nach wie vor betroffen und mussten teilweise eingestellt werden. Wann wieder ein regulärer Betrieb möglich ist, ist noch unklar.

Besonders prekär war die Lage auf der Frankfurter Allee. Unter ihr verläuft die U-Bahnlinie 5. Die BVG hoffte, dass der Tunnel dicht bleibt, wie sie auf Twitter mitteilte. Der angrenzende U-Bahnhof Magdalenenstraße drohte bereits voll zu laufen.

Update 11.57 Uhr:

Ein Stück der Fanningerstraße sackte nach dem verheerenden Wasserrohrbruch ab - mit ihr ein dort abgestelltes Auto, wie eine Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe (BWB) am Donnerstag sagte. Die Feuerwehr bereite die Bergung des etwa zur Hälfe versunkenen Wagens vor. Dafür habe ein Kran angefordert werden müssen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) meldeten Sperrungen auf zwei Tram-Linien wegen des Rohrbruchs.

Das Absacken der Straße begründete die BWB-Sprecherin damit, dass Berlin auf Sand gebaut sei - davon sei auch viel auf die Straßen in dem Wohngebiet gespült worden: "Es sieht hier aus wie an der Ostsee."

"Es gibt keine Beeinträchtigungen für den Autoverkehr§, sagte die Sprecherin. Aus dem betroffenen Rohr trete inzwischen auch kein Wasser mehr aus. Die Wasserversorgung der meisten Anwohner funktioniere.


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