Klimawandel: Der Überlebenskampf für Wassertiere in Bayern hat bereits begonnen!

München/Augsburg - Hatte man früher als Kind noch im Sommer Frösche gefangen, steht man heute vor dem Problem, kaum noch welche zu finden. Die Bestände gehen immer mehr zurück.

Eine Biologin der Technischen Universität München (TU) hält eine geschlossene Flussperlmuschel an der Wolfsteiner Ohe in der Hand.
Eine Biologin der Technischen Universität München (TU) hält eine geschlossene Flussperlmuschel an der Wolfsteiner Ohe in der Hand.  © Angelika Warmuth/dpa

Der Klimawandel macht Wassertieren in Bayern zunehmend das Leben schwer.

Hitze und längere Trockenperioden engen den Lebensraum von Muscheln und Amphibien wie Lurchen und Fröschen immer stärker ein.

Besonders schwer hat es die Flussperlmuschel. "Sie ist in den letzten Jahren sehr stark von der Austrocknung betroffen", teilte eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt und Naturschutz (LfU) in Augsburg mit.

Neben Muscheln kämpfen auch Lurche und Frösche mit der Trockenheit.

Fehlt es an Wasser, haben sie keinen Platz zum Laichen. So seien die Bestände des Moor- und des Grasfroschs in Mittelfranken "massiv zurückgegangen", teilte die LfU-Sprecherin mit.

Am deutlichsten bemerkbar mache sich die Trockenheit im Norden Bayerns, insbesondere in Mittelfranken.

Um den Lebensraum der Wassertiere angesichts des Klimawandels zu sichern, gelte es die Gewässer im Freistaat stärker zu renaturieren, sind sich Experten des LfU und des Bund Naturschutz Bayern einig.

Die Entwässerung und Begradigung von Bächen in den vergangenen Jahrzehnten habe dazu beigetragen, dass viele Tiere heute gefährdet seien, teilte Christine Margraf vom Bund Naturschutz Bayern mit.

Ein Grasfrosch sitzt in einem Wald auf dem Boden. Der Klimawandel macht den Wassertieren in Bayern zunehmend das Leben schwer.
Ein Grasfrosch sitzt in einem Wald auf dem Boden. Der Klimawandel macht den Wassertieren in Bayern zunehmend das Leben schwer.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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