Hart, aber wird es auch fair für den "Glyphosat-Minister"?

Christian Schmidt (CSU)
Christian Schmidt (CSU)  © DPA

Köln - Es geht um nichts weniger als das umstrittene Glyphosat. Das Thema der Live-Sendung am Montagabend: "Der stille Tod der Bienen - wer vergiftet unsere Natur?"

Jeden Montag moderiert Frank Plasberg den Talk "hart aber fair", der auch die Zuschauer mit einbezieht. Der aktuelle Streit um Glyphosat zeigt eines: In der Landwirtschaft geht ohne Chemie offenbar nichts mehr. Aber wie gefährlich aber ist der Einsatz von Chemie? Sterben bei uns wirklich die Insekten durch Agrar-Gifte und Monokulturen?

Welchen Preis zahlen wir alle und die Bienen für billiges Essen?

Dieses Thema besprechen folgende Gäste: Christian Schmidt (CSU, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft), Harald Ebner (B'90/Grüne, Landschaftsökologe, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik; Mitglied und Obmann im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft), Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist und Autor) und Bernhard Krüsken (Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Agnes Flügel (Imkerin).

Wie immer können sich Interessierte auch während der Sendung per Telefon, Fax, Facebook und Twitter an der Diskussion beteiligen und schon im Voraus über die Internet-Seite www.hart-aber-fair.de ihre Meinung und Fragen an die Redaktion übermitteln.

Glyphosat schädigt auch das Bodenleben

Besonders giftig sei Glyphosat für Amphibien, Fische und andere Wasserorganismen.
Besonders giftig sei Glyphosat für Amphibien, Fische und andere Wasserorganismen.  © DPA

Glyphosat schädigt laut der Umweltorganisation BUND das Bodenleben. Kurz vor dem Weltbodentag am 5. Dezember fordert sie demnach ein nationales Verbot der Chemikalie.

Glyphosat behindere die Aufnahme von Mikronährstoffen durch Pflanzen, fördere aber krankheitserregende Pilze an Weizen, Gerste und Mais. Besonders giftig sei Glyphosat für Amphibien, Fische und andere Wasserorganismen.

Das Argument von Bauern, ohne Glyphosat müsse zur Unkrautbekämpfung mehr gepflügt werden, was dem Boden ebenfalls schade, wies Roloff zurück.

Auch die Linke hat kritisiert, dass das deutsche "Ja" zum Unkrautgift Glyphosat trotz Verstoßes von Agrarminister Cristian Schmidt gegen die Regeln der Bundesregierung verbindlich ist.

"Es zeigt sich hier eine große Lücke im demokratischen Regelwerk der Europäischen Union", sagte Linke-Agrarexpertin Kirsten Tackmann am Freitag. Es müsse gesichert sein, dass Voten der Mitgliedsstaaten nicht willkürlich und in Verletzung interner Regeln zustande kämen.

Im Internet gibt es aktuell eine online-Petition (derzeit über 50.000 Unterzeichner) mit dem "Glyphosat-Votum: Untersuchung und Konsequenzen gegen Agrarminister Christian Schmidt, CSU" - die Sendung verspricht also, sehr kontrovers zu werden.


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