Wegen großer Nachfrage: Oschatz verlängert Stasi-Ausstellung

Oschatz - 91.000 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter hatten in der DDR ihre Augen und Ohren überall. Wie sie die Bürger überwachten und welche erschreckenden Ausmaße das annahm, könnt Ihr in Oschatz erleben.

Museumsleiterin Dana Bach (47) am nachgestellten Arbeitsplatz eines Stasi-Mitarbeiters.
Museumsleiterin Dana Bach (47) am nachgestellten Arbeitsplatz eines Stasi-Mitarbeiters.  © Holm Helis

Wegen der großen Nachfrage, gibt es jetzt sogar zusätzliche Führungen durch die Stasi-Sonderausstellung.

Das „Ministerium für Staatssicherheit“ (MfS) überwachte auch in Oschatz Betriebe, Schulen und Kirchen.

Stasi-Mitarbeiter fertigten Berichte über das Verhalten von Freunden, Kollegen und sogar der eigenen Familie an. Wie die aussahen, könnt Ihr in der Ausstellung „Geheime Einblicke - Die Stasi in Oschatz“ erleben.

Dazu einen Stadtplan, der 95 konspirative Wohnungen verzeichnet: "Diese dienten den Inoffiziellen Mitarbeitern als geheime Trefforte", erklärt Museumsleiterin Dana Bach (47). "Wir zeigen auch Objekte, die der Stasi zur Observation von Personen dienten."

Wanzen mit Mikrofon in Knöpfen und Füllfederhaltern, Aktenkoffer mit versteckten Kleinbildkameras, Maskierungskoffer zum Verkleiden - die Besucher erwarten spannende Einblicke in die ostdeutsche Überwachungstechnik.

Wegen des großen Zuspruchs gibt es bis Monatsende zusätzliche Führungen. Außerdem können Interessierte am 24. September (Dienstag, 10-17 Uhr) im Museum einen Antrag auf Akteneinsicht stellen. Eintritt: 4/2 Euro.

Die Stasi-Ausstellung könnt Ihr im Oschatzer Stadt- und Wagenmuseum erleben.
Die Stasi-Ausstellung könnt Ihr im Oschatzer Stadt- und Wagenmuseum erleben.  © Holm Helis
Ein Zigarettenetui mit Kamera.
Ein Zigarettenetui mit Kamera.  © Holm Helis
Die Stasi sammelte sogar Geruchsproben von Dissidenten in Gläsern.
Die Stasi sammelte sogar Geruchsproben von Dissidenten in Gläsern.  © Holm Helis

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