Donald Trump wollte nach verheerendem Hurrikan angeblich Puerto Rico verkaufen

Washington - Der US-Präsident wollte offenbar eine seiner Inseln loswerden: Nachdem Hurrikan Maria 2017 in Puerto Rico für Tausende Tote und große Not gesorgt hatte, wollte Trump den Inselstaat angeblich einfach verscherbeln.

Donald Trump (r) bei einem Treffen im Jahr 2017 mit Ricardo Rossello, dem damaligen Gouverneur von Puerto Rico.
Donald Trump (r) bei einem Treffen im Jahr 2017 mit Ricardo Rossello, dem damaligen Gouverneur von Puerto Rico.  © Evan Vucci/AP/dpa

Fast 3000 Menschen sind bei dem Wirbelsturm vor drei Jahren ums Leben gekommen. In großen Teilen des Inselstaats in der Karibik war der Strom ausgefallen. Donald Trump (74) hatte damals offenbar nicht allzu viel Mitleid.

"Können wir die Elektrizität auslagern? Können wir die Insel verkaufen? Oder das Asset veräußern?" 

Das sollen die ersten Fragen gewesen sein, die der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nach der Katastrophe geäußert hätte. Das behauptet nun zumindest die damalige Heimatschutzministerin der USA, Elaine Duke gegenüber der New York Times.

Laut der 62-Jährigen wurden diese Vorschläge nicht weiter diskutiert oder als tatsächliche Optionen in Betracht gezogen. Aber es hätte verdeutlicht, dass Trump eher wie ein Geschäftsmann statt wie ein Politiker denken würde.

Hurrikan Maria sorgte 2017 auf Puerto Rico für furchtbare Zustände.
Hurrikan Maria sorgte 2017 auf Puerto Rico für furchtbare Zustände.  © Gerald Herbert/AP/dpa

"Es geht nicht um die Menschen, es geht ums Geld."

So sah der Hurrikan Maria aus dem Weltall aus. Puerto Rico befindet sich auf diesem Bild genau unter dem Auge des Sturms.
So sah der Hurrikan Maria aus dem Weltall aus. Puerto Rico befindet sich auf diesem Bild genau unter dem Auge des Sturms.  © -/NOAA/AP/dpa

Auch der Budgetverwalter des Weißen Hauses, Mick Mulvaney, soll gegenüber Elaine Duke deutliche Worte gefunden haben, als sie sich für die Ausrufung des Ausnahmezustands auf Puerto Rico stark gemacht hatte.

"Hör auf, so emotional zu sein, Elaine. Es geht nicht um die Menschen, es geht ums Geld." Dies soll Mulvaney ihr an den Kopf geworfen haben. Er bestreitet allerdings diese Aussage je getätigt zu haben.

Gegenüber der Öffentlichkeit hätte der US-Präsident anschließend wieder so getan, als würde er sich um die Opfer sorgen.

Zwei Wochen nach dem Sturm geriet er allerdings bei einem Besuch auf der Insel mit einigen lokalen Politikern in Streitereien, weil er seine Kritik am Krisenmanagement nicht zurückhalten konnte.

Die US-Regierung dagegen hätte damals alles richtig gemacht, das behauptet Trump bis heute. Im November 2020 steht nun erneut die Wahl um die US-Präsidentschaft an, bei der sich Trump mit Herausforderern wie Joe Biden und Kanye West messen muss.

Titelfoto: Evan Vucci/AP/dpa

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