Mobbing! Parkeisenbahn-Vorstand tritt zurück

Matthias Dietel (59, hinten) und Roberto Hennig (55) im Frühjahr. Jetzt ist Hennig zurückgetreten. Auch Wolfgang Lesch (61, F.r.) hat als einer von fünf Vorstandsmitgliedern sein Amt niedergelegt.
Matthias Dietel (59, hinten) und Roberto Hennig (55) im Frühjahr. Jetzt ist Hennig zurückgetreten. Auch Wolfgang Lesch (61, F.r.) hat als einer von fünf Vorstandsmitgliedern sein Amt niedergelegt.

Von Doreen Grasselt und Torsten Schilling

Chemnitz - Dicke Luft bei der Parkeisenbahn im Küchwald! Beinahe der gesamte Vorstand des Fördervereins ist zurückgetreten. Als Gründe nennen die Ex-Mitglieder Mobbing, zu lange Dienstzeiten, schlechte Stimmung.

Der Förderverein hat 180 Mitglieder, darunter sieben im Vorstand. Fünf davon haben nun ihr Amt niedergelegt. „Viele Mitarbeiter ducken sich aus Angst um ihren Arbeitsplatz weg“, so Vereinsvize Wolfgang Lesch (61), der auch zurücktrat.

Gemeinsam mit rund 30 aktiven Kollegen hatte Lesch sich bereits Anfang August mit einem Brandbrief an die Gesellschafter der Parkeisenbahn (CVAG, Eins Energie, City Bahn) gewandt. Lesch: „Bis heute gab es keine Antwort.“

Matthias Dietel (59), Technischer Geschäftsführer der Parkeisenbahn GmbH, kann die Aufregung dagegen nicht verstehen: „Hier werden persönliche Befindlichkeiten Einzelner unter dem Deckmantel des Wohles der Parkeisenbahner ausgetragen.“ Von Mobbing und „unterdrückender Stimmung“ könne keine Rede sein.

Außerdem sei die Streckenverlängerung des 2,3 Kilometer langen Rundkurses nicht in Gefahr. Geplant ist ein 1,5 Kilometer langer Abzweig parallel zur Leipziger Straße. Geschätzte Kosten: zwei Millionen Euro. Dafür werden seit 2014, als die Parkeisenbahn ihren 60. Geburtstag feierte, Spenden gesammelt.

Fotos: Matthias Lippmann/Heinz Patzig


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