Wegen PEGIDA? Dresdner Uni erforscht Verrohung im Umgangston

Für TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen hat das Vorhaben vor allem in Dresden Brisanz.
Für TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen hat das Vorhaben vor allem in Dresden Brisanz.  © DPA

Dresden - Dresdner Forscher wollen Gründe und Auswirkungen einer wachsenden Verrohung in der Kommunikation untersuchen.

Ob nun Schmähkampagnen politischer Akteure, Shitstorms im Netz, Hassgesänge im Stadion oder der Stinkefinger im Alltag - Schmähungen und Beleidigungen hätten derzeit Hochkonjunktur, teilte die Technische Universität Dresden am Freitag mit.

Ihr Projekt "Invektivität – Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung" wird nach einer Bewilligung der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 7,6 Millionen Euro unterstützt.

An dem Vorhaben sind Sozial- und Geisteswissenschaftler beteiligt. Nach Ansicht von TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen hat es vor allem in Dresden Brisanz - dort wo die asyl- und fremdenfeindliche PEGIDA-Bewegung ihre Wiege hat.

Übrigens: „PEGIDA-Versteher“ Werner J. Patzelt (64) ist nicht mit dabei. „Ich bin nicht gefragt worden“, sagte der Politikwissenschaftler. Und auch wenn er „bereit gewesen wäre, etwas beizutragen“ - beleidigt oder sauer sei er deswegen nicht.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0