Oberliga-Fußballspiel wegen aggressivem Rassisten abgebrochen

Hamburg - Nach übereinstimmenden Medienberichten aus Hamburg ist am Sonntag das Fußball-Oberliga-Spiel von SV Barmbek-Uhlenhorst und dem Meiendorfer SV wegen rassistischer Vorfälle beim Stand von 3:0 abgebrochen worden.

Der Meiendorfer SV bei einem Oberliga-Spiel im August 2018. (Archivbild)
Der Meiendorfer SV bei einem Oberliga-Spiel im August 2018. (Archivbild)  © Imago

Nach 76 Minuten verließen die Meiendorfer Fußballer den Platz, weil ein Barmbeker Anhänger einen ihrer Mannschaftskameraden rassistisch beschimpft haben soll. Schiedsrichter Thore Holst brach daraufhin das Spiel der Oberliga Hamburg ab.

Nach einem Foul soll der Barmbeker Anhänger den Spieler mit Ausrufen "Du Schwarzer!" und "Verpiss Dich, Du Schwarzer" beschimpft haben. Danach sei es zu Rudelbildungen auf dem Platz gekommen.

In der Stellungnahme des Vereins auf Facebook heißt es, dass der Vorfall umgehend aufgearbeitet werde und, dass der pöbelnde Zuschauer aus dem Verein ausgeschlossen und Stadionverbot erteilt bekommen werde.

"Wir distanzieren uns von jeglicher Art von Beleidigungen und Rassismus und entschuldigen uns auf diesem Wege beim Meiendorfer SV. Wir werden auch in der Zukunft zu diesem Thema null Toleranz walten lassen", heißt es abschließend.

Nun muss das Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbandes entscheiden, wie das Spiel gewertet wird und wie weiterhin mit den Vorfällen umgegangen wird.

Update, 12:10

Der Oberliga-Verein HSV Barmbek-Uhlenhorst muss sich vor dem Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbands verantworten, weil ein Zuschauer einen Spieler der gegnerischen Mannschaft rassistisch beleidigt haben soll.

Die Spielberichte der Schiedsrichter lägen bereits vor, sagte Carsten Byernetzki, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands, am Montag. Zu möglichen Konsequenzen für den Verein könne er nichts sagen. "Das müssen die Richter entscheiden."

Barmbek-Uhlenhorst entschuldigte sich in einer Stellungnahme auf Facebook für das "absolute Fehlverhalten" des Zuschauers und kündigte an, ihn aus dem Verein auszuschließen und ihm Stadionverbot zu erteilen. Der Meiendorfer SV nannte den Vorfall "mehr als traurig und beschämend".

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