Wegen Sex-Skandal: Prinz Andrew lehnt Beförderung vorerst ab

London - Der britische Prinz Andrew sorgte in den letzten Monaten wegen seiner Freundschaft zu Jeffrey Epstein für viel Wirbel. Nun lehnte er die Beförderung zum Admiral durch die Queen vorerst ab.

Prinz Andrew bat aufgrund der Vorwürfe gegen ihn um eine Verschiebung seiner Beförderung zum Admiral.
Prinz Andrew bat aufgrund der Vorwürfe gegen ihn um eine Verschiebung seiner Beförderung zum Admiral.  © Swen Pförtner/dpa

Prinz Andrew, der jüngere Bruder von Prinz Charles, wird nicht wie ursprünglich geplant zu seinem 60. Geburtstag am 19. Februar zum Admiral befördert. Dies teilte der Buckingham Palace in der Nacht zum Freitag mit.

Laut einem Sprecher des Königshauses hat der Herzog von York das Verteidigungsministerium um eine Verschiebung der Beförderung gebeten, bis er seine öffentlichen Aufgaben wieder wahrnehmen kann.

Wegen der Vorwürfe gegen ihn im Fall des Missbrauchsskandals um seinen Freund, den verstorbenen US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein, hatte Andrew seine öffentlichen Verpflichtungen vorübergehend niedergelegt.

Von 1979 bis 2001 hatte er der Royal Navy gedient, wo er zuletzt für das Verteidigungsministerium tätig war.

Vorwürfe belasten Image der Queen und der britischen Monarchie

Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nahm sich vergangenen August im Gefängnis das Leben.
Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nahm sich vergangenen August im Gefängnis das Leben.  © Uncredited/New York State Sex Offender Registry/AP

Die Beförderung zum Admiral hätte ihm aufgrund seines Status als Royal zugestanden. Seit 2015 bekleidet Andrew den Rang eines Vizeadmirals.

Der Eklat um Andrews verstorbenen Freund Epstein, der jahrelang minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution gezwungen hat, kann sowohl seiner Karriere in der Armee als auch dem gesamten Königshaus noch erheblichen Schaden zufügen. Eines der Opfer wirft auch dem Prinzen mehrfachen sexuellen Missbrauch vor.

Ob und wann die Beförderung vollzogen wird, bleibt unklar.

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