Mega-Sanierung: U-Bahnhof Landungsbrücken fünf Monate gesperrt!

Hamburg – Noch einmal entspannt Hafengeburtstag feiern, dann kommen auf Touristen und Fahrgäste der U3 an den Landungsbrücken stressige Zeiten zu. Die U-Bahn-Haltestelle wird umfassend saniert und endlich barrierefrei gemacht.

Von den umfassenden Infrastrukturmaßnahmen in Hamburg, wird auch die U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken längerfristig betroffen sein.
Von den umfassenden Infrastrukturmaßnahmen in Hamburg, wird auch die U-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken längerfristig betroffen sein.  © DPA

Für Umbau und Sanierungsmaßnahmen wird die hoch frequentierte Haltestelle am Hamburger Hafen fünf Monate lang komplett dicht gemacht.

Der Grund: Die U-Bahn-Station soll über 16 Wochen hinweg saniert werden. Die Bauarbeiten beginnen nach dem Hafengeburtstag Ende Mai und sollen Mitte Oktober beendet sein.

Nach der Mega-Party am Hafen steuern nur die S-Bahn-Linien die Haltestelle noch an. Als Ersatz müssen die Fahrgäste auf die Busverbindungen der Linie 112 und 111 ausweichen um direkt zur Haltestelle zu gelangen – oder eben die S-Bahn nehmen. Endhaltestellen der U3 sind während der Umbauzeit der "Baumwall" beziehungsweise die Station "St. Pauli", die je etwa fünf bis zehn Minuten Fußweg von der Haltestelle Landungsbrücken entfernt liegen.

Die 1912 eingerichtete U-Bahn-Haltestelle ist in die Jahre gekommen und soll zudem barrierefrei werden.

Ausweichen auf Busse: Ein Überblick über die Umwege, die die Fahrgäste während der nötigen Sanierung des U-Bahnhofs Landungsbrücken in Kauf nehmen müssen.
Ausweichen auf Busse: Ein Überblick über die Umwege, die die Fahrgäste während der nötigen Sanierung des U-Bahnhofs Landungsbrücken in Kauf nehmen müssen.  © Hochbahn Hamburg

Trotz "Materialermüdung", wie der Technik-Vorstand Jens-Günter Lang den wesentlichen Grund für die Sanierung benannte, muss die Haltestelle nicht neu gebaut werden.

Eine umfassende Instandsetzung sei laut Hochbahn Hamburg ausreichend um die dringend nötigen Sanierungsmaßnahmen umzusetzen.

Dafür seien der Deutschen Presseagentur nach Investitionen um die 28 Millionen Euro nötig. Neun Millionen Euro davon kommen auf den barrierefreien Ausbau, der im östlichen Eingangsgebäude zwei Personenaufzüge umfasst. Dafür sei nur hier Platz gewesen, weil aus Gründen des Denkmalschutzes keine Viadukte abgerissen werden dürften, erläuterten die Planer.

Die starke Kurvenlage der U-Bahn innerhalb der U-Bahn-Haltestelle hat die Planer der Hochbahn vor besondere Herausforderungen gestellt.

Jens-Günter Lang, Vorstand Technik bei der Hamburger Hochbahn AG und Albert Schett (links) vom Denkmalschutzamt Hamburg, stehen an der U-Bahn Haltestelle Landungsbrücken. Bald beginnt die Sanierung prominenter Haltestellen der U3.
Jens-Günter Lang, Vorstand Technik bei der Hamburger Hochbahn AG und Albert Schett (links) vom Denkmalschutzamt Hamburg, stehen an der U-Bahn Haltestelle Landungsbrücken. Bald beginnt die Sanierung prominenter Haltestellen der U3.  © DPA

Um einen hindernisfreies Zugang zu den Zügen zu gewährleisten, muss die Lücke zwischen Bahnsteigkante und U-Bahn umständlich geschlossen werden. So kommen dann beispielsweise auch Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ungefährdet in die Wagen.

Die Hochbahn kündigte zum Ende des Monats Januar zudem weitere Einschränkungen der Linie U3 an: Es wird eine einmonatige Sperrung geben. Ab Freitag, 25. Januar, 21:30 Uhr wird die U3 zwischen den Haltestellen Rathaus und Berliner Tor nicht mehr verkehren.

Grund ist der Einbau einer zusätzlichen Weichenverbindung, durch die Fahrgäste aus dem Osten der Stadt bei Betriebsstörungen der U3 in der Innenstadt verlässlich bis zum Umsteigen am Hauptbahnhof kommen können sollen, wie die Verantwortlichen der Hochbahn ankündigten.

Barrierefrei ausgebaut werden in diesem Jahr außerdem noch die Stationen der U1 "Fuhlsbüttel Nord" und "Klein Borstel". Im nächsten Jahr sollen zudem die U3-Haltestellen Mönckebergstraße und Rathaus angegangen werden.

Fahrgäste und Touristen sollten sich bei Nutzung der U3 längerfristig auf Verzögerungen, U-Bahn-Unterbrechungen und das Ausweichen auf Busse einstellen.

Titelfoto: DPA

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