So kurbeln Weihnachtsmärkte den Handel an

München - Neben der guten Wirtschaftslage und der Vollbeschäftigung in Bayern sollen die Weihnachtsmärkte für Kauflaune sorgen: "Die schaffen eine Atmosphäre, wo's Spaß macht einzukaufen. Das sind Inszenierungen, die wir brauchen", erklärte Hauptgeschäftsführer des Handesverband Bayern (HBE) Wolfgang Puff.

Weihnachtsmärkte, wie in München, sorgen für eine passende Einkaufsstimmung in der Innenstadt. (Archivbild)
Weihnachtsmärkte, wie in München, sorgen für eine passende Einkaufsstimmung in der Innenstadt. (Archivbild)  © DPA

Die Weihnachts- und Christkindlesmärkte in München und Nürnberg etwa lockten zusammen fünf Millionen Besucher an. "Dafür muss man aber auch mehr bieten als einen Bratwurststand neben dem anderen." Jeder Besucher gibt im Schnitt 32 Euro direkt auf dem Weihnachtsmarkt aus - macht insgesamt fünf Milliarden Euro auf den 2500 deutschen Weihnachtsmärkten, wie Puff sagte.

Wichtig fürs ganze Geschäft sei auch das Wetter: "Wir hoffen auf einen kalten Advent."

Jeder zweite Bayer will Gutscheine unter den Weihnachtsbaum legen. Als Geschenke stehen Kosmetik, Bücher, Konzertkarten, Uhren und Schmuck ganz oben auf der Einkaufsliste. Nahezu ein Drittel des Jahresumsatzes mit diesen Dingen mache der Handel im November und Dezember, sagte HBE-Sprecher Bernd Ohlmann. Und ein Viertel aller Spielsachen werde für Erwachsene gekauft.

Die Umfrage der Münchner FOM-Hochschule für den HBE zeigt, dass fast die Hälfte der Männer Geschenke erst ab dem 16. Dezember kauft - neun Prozent der Männer sogar auf den letzten Drücker am 23. oder 24. Dezember. Aber Vorsicht, sagte Ohlmann: An Heiligabend schließen die Geschäfte schon um 14 Uhr!

Im bundesweiten Vergleich schenken die Bayern großzügiger: Im Schnitt wollen die Bundesbürger 472 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Insgesamt rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit 100 Milliarden Euro Umsatz.

In München starten die meistern Weihnachsmärkte am Montag. Das Tollwood hat bereits seit vergangenem Freitag geöffnet, schließt aber über den Totensonntag.

Weihnachtsgeschenke: Jeder zweiter Bayern will Gutscheine unter den Baum legen.
Weihnachtsgeschenke: Jeder zweiter Bayern will Gutscheine unter den Baum legen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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