Weil er im Netz hetzte: Verliert dieser Polizist seinen Job?





Seit Monaten ist Hauptmeister Roland G. (50) schon suspendiert. Sein 
Disziplinarverfahren läuft noch.
Seit Monaten ist Hauptmeister Roland G. (50) schon suspendiert. Sein Disziplinarverfahren läuft noch.  © Ove Landgraf

Dresden - Die Polizei, dein Freund und Hetzer? Hauptmeister Roland G. (50) pöbelte auf Facebook so unsäglich gegen Flüchtlinge, dass er wegen Volksverhetzung jetzt am Amtsgericht Dresden zu 4000 Euro Strafe verdonnert wurde.

Der Polizist, der Jahre bei der Wasserschutzpolizei und am Schießstand arbeitete, kopierte im August 2015 einen Hass-Eintrag einer anderen Facebook-Nutzerin in seinen offenen Account.

Dort war zu lesen, dass in „Zukunft schwer bewaffnete Horden art- und wesensfremder Ausländer die Kontrolle übernehmen, alles ausplündern. Millionenfache Massenvergewaltigungen anstünden und Kannibalismus der Normalfall werde. Deutsche würden Döner- und Hackfleisch“.

Der Hauptmeister kommentierte dazu: „Schreibe es schon seit Monaten, dass sie all die jungen Asylanten als Waffen gegen uns hetzen und einsetzen werden. Gott steh uns bei!“

Im Gericht sagte der in den Innendienst versetzte Beamte: „Heute kommt mir das haarsträubend vor. Es war eben eine emotionale Zeit.“

Der Richter fand klare Worte für den Hetzer: „Das ist in keinster Weise von der Meinungsfreiheit gedeckt. Es geht nur darum, Personen die Menschlichkeit abzusprechen. Und genau so entsteht die Gefahr von Übergriffen!“

Der Freistaat als Dienstherr von Roland G. muss nun im Disziplinarverfahren entscheiden, ob er Polizist bleibt.


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