Weil er randalierte, kam Bahnzündler zu spät zum Gericht

Qualm auf dem Klo! Immer wieder müssen Zugbegleiter die Brände von Frank M. löschen. Zum Glück ist noch nie etwas schlimmes passiert.
Qualm auf dem Klo! Immer wieder müssen Zugbegleiter die Brände von Frank M. löschen. Zum Glück ist noch nie etwas schlimmes passiert.

Von Steffi Suhr

Dresden - Unfassbar! Frank M. (62) ist Sachsens schlimmster Bahnzündler. Er kam sogar zu spät zum Prozess - weil er schon wieder im Zug randalierte. Obendrein ging er auch noch stiften!

Der verrentete Maurer ist bei Bahnern und Bundespolizei bekannt: Seit Jahren zündelt er Mülleimer in WCs von Regional- und S-Bahnen an, besudelt Sitzbänke oder klaut in Bahnhöfen.

Seit 2012 registrierte die Polizei 230 Fälle! Acht Fälle von Zündeleien, Pöbeleien gegen Polizisten und Diebstahl mit einem Schaden über 200 Euro wurden gestern im Amtsgericht verhandelt.

Aber Frank M. kam nicht pünktlich: „Er hat ein Beförderungsverbot. Darf nicht mehr mitfahren. Aber das juckt ihn nicht. Er steigt immer wieder zu“, so ein Bahnmitarbeiter.

Als Frank M. nun gestern des Zuges verwiesen wurde, machte er Randale in Meißen. Schließlich brachte ihn die Polizei ins Gericht.

Frank M., der meist obdachlos ist, erinnert sich kaum an einzelne Vorfälle: „Kann sein, dass ich das alles war“, sagte er. So musste der Richter viele Zeugen hören.

Und dann: In einer Prozesspause ging Frank M. vors Haus eine Zigarette rauchen. Und kam nicht wieder! Nun wird er gesucht und der Prozess hoffentlich am Freitag fortgesetzt.

Frank M. (62) ist jedem Bahnmitarbeiter und Bundespolizisten persönlich bekannt: Ständig zündelt oder randaliert der Mauerer in S-Bahnen.
Frank M. (62) ist jedem Bahnmitarbeiter und Bundespolizisten persönlich bekannt: Ständig zündelt oder randaliert der Mauerer in S-Bahnen.

Fotos: Norbert Neumann, Bundespolizei


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