Weil sie sich nicht versklaven will: Sechsfache Mama badet ihre Kinder nicht

Perth (Australien) - Die australische Bloggerin und Buchautorin Constance Hall will sich von ihren sechs Kindern nicht versklaven lassen und überlässt ihre Kinder größtenteils sich selbst. Unnötiger Erziehungsstress kommt ihr nicht in die Tüte.

In Sachen Erziehung geht sie einfach den Weg mit dem geringsten Widerstand.
In Sachen Erziehung geht sie einfach den Weg mit dem geringsten Widerstand.  © Screenshot/Instagram/mrsconstancehall

Ihre Erfahrungen, Tipps und Tricks zur Kindererziehung teilt die sechsfache Mutter unter anderem auf "Mamamia.com". Einer Online-Plattform, die aus der Welt einen besseren Ort für Frauen und Mädchen machen will, so die eigene Beschreibung.

Zusammenfassend lässt sich Constance Halls Erziehung wohl als entspannt bezeichnen. Sie geht stets den Weg mit dem geringsten Widerstand. Große Aufregung lässt sie so einfach nicht zu. Und schon gar nicht, dass sie sich ihr Leben von ihren Kindern diktieren lässt.

Man könnte natürlich infrage stellen, warum man sich sechs Kinder anschafft, wenn man dann keine Lust hat, sich vernünftig um sie zu kümmern. Das sieht die Mutter aber nicht so. Sie kümmert sich um ihre Kinder, verschwendet aber keine Zeit mit Dingen, die ihr nicht wichtig erscheinen.

Wenn ein Kind nicht das essen will, was da ist, lässt es das eben sein. Verhungern wird es schon nicht. Wer sich wie ein Clown anziehen möchte und so zur Schule gehen will, kann auch das gerne machen.

Wenn gebrüllt wird, kann das getrost ignoriert werden.

Egoistisch und faul oder einfach nur clever?

Worauf Constance Hall besonders viel Wert legt und was gleichzeitig für Mütter besonders ungewöhnlich ist: Ab 19.30 Uhr ist bei ihr Feierabend und ihre Kinder kümmern sich komplett um sich selbst. Dann heißt es jeden Abend:

"Ich bin nicht deine Mutter, ich bin nicht hier. Ich bin nicht dein Sklave, ich bin nur eine Statue einer Frau, die vor einer Stunde deinen Hintern abgewischt hat und jetzt Wein trinkt und mit ihrer Schwester am Telefon plaudert", so Constance Hall.

Nicht das Einzige, was sie anders macht als andere Mütter.

Ein paar Tipps der alternativen Mutti:

  • Kinder nicht täglich baden oder duschen, ganz nach dem Motto: Wer nicht will, wird nicht gezwungen.
  • Kinder mit Händen essen lassen, eine große Schüssel mit grob geschnittenen Gemüse und eine mit Fleisch reichen völlig aus.
  • Wäsche falten, ist überbewertet. Jedes Kind erhält einen Eimer mit seiner gewaschenen Wäsche. Wer es gefaltet haben möchte, macht es selbst.
  • Einen Mitbewohner einziehen lassen, der da ist, wenn man selbst ausgehen will.
  • Lernen, das Gebrüll der Kinder zu ignorieren.

Ist Constance Hall faul und eine schlechte Mutter oder hat sie den Schlüssel zu einem entspannten Miteinander gefunden? Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Constance hat für sich und ihre Kinder jedenfalls den richtigen Weg gefunden, auch wenn sie vielleicht ab und zu etwas müffeln.

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