Panik am Schloss Belvedere! Flammen bedrohten Weltkulturerbe

Weimar - Wie wichtig kontrollierte und gezielte Arbeit der Feuerwehr sein kann, zeigte sich wieder Mal am späten Sonntagabend. Denn am Schloss Belvedere kam es zu einem Vorfall, der ohne das schnelle Eingreifen der Feuerwehr in einer Katastrophe hätte enden können.

Das Feuer war kurz davor auf das Hauptgebäude überzugreifen.
Das Feuer war kurz davor auf das Hauptgebäude überzugreifen.  © Johannes Krey

Wie die Polizei am Montag berichtet, ging gegen 23.10 Uhr bei der Feuerwehr in Weimar ein Notruf ein: Feuer am Schloss Belvedere.

Umgehend machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg zum Ort des Geschehens. "Dort brannte ein Schuppen an der Orangerie", erklärte ein Sprecher der Polizei. Dieser Schuppen gehörte direkt zum Schloss und war somit ebenfalls Bestandteil des historischen Weltkulturerbes der UNESCO.

Schnell leiteten die Einsatzkräfte alle nötigen Maßnahmen ein, da jede Sekunde zählte, wie Einsatzleiter Ralf Seeber berichtete: "Nur wenige Minuten später wäre der Brand auf die historische Orangerie übergegriffen." Doch die Einsatzkräfte konnten dies noch rechtzeitig verhindern. Denn mit mehreren Trupps, die alle mit Atemmasken ausgerüstet waren, konnten die Einsatzkräfte das Feuer rechtzeitig löschen.

"Glücklicherweise beschränkt sich der Schaden auf das Lagergebäude. Wir hatten großes Glück im Unglück", so der Präsident der Klassikstiftung Weimar, Helmut Seemann, der von dem Feuer telefonisch erfuhr und sich umgehend auf dem Weg macht.

Wie es zu dem Brand kam ist bisher unbekannt und muss nun ermittelt werden. Auch die Höhe des Schadens konnte noch nicht beziffert werden. Laut Polizei wurden in dem Schuppen "nur Holz gelagert und damit keine wertvollen Kulturgüter".

"Im Anschluss hielt die Feuerwehr noch Brandwache, um ein erneutes Aufflackern des Brandes zu verhindern", so der Polizeisprecher weiter. Mittlerweile sind aber alle Einsatzkräfte abgezogen.

Gut eine Stunde käpften die Einsatzkräfte gegen das Feuer bis sie es löschen konnten.
Gut eine Stunde käpften die Einsatzkräfte gegen das Feuer bis sie es löschen konnten.  © Matthias Gränzdörfer

Titelfoto: Johannes Krey

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