Katastrophenschutz im Einsatz! Unbekannte Substanz sorgt für 14 Verletzte

Weimar - Es war einer der größten Einsätze der vergangenen Jahre, der in Weimar am Mittwochabend im Stadtteil West ablief.

Feuerwehren aus dem kompletten Umland mussten anreisen.
Feuerwehren aus dem kompletten Umland mussten anreisen.  © Thüringen112/Johannes Krey

Gegen 18 Uhr bemerkten Bewohner der Wohnscheibe in der Prager Straße 1 einen beißenden Geruch, der es ihnen schwer machte zu atmen und in den Augen brannte.

Sofort wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert. Schnell stellte sich heraus, dass hier mehr Einsatzkräfte nötig waren, sodass schließlich alle Feuerwehren der Stadt Weimar nach Weimar West hinzugezogen worden.

Außerdem wurden es immer mehr Verletzte, die über Atemwegsreizungen klagten - darunter auch Kinder. Aus diesem Grund rückten gleich mehrere Rettungswagen an, um die Verletzten zu versorgen.

Bis zum Morgen stieg die Zahl der Verletzten auf 14 an, darunter vier Kinder. Während des Einsatzes gab es einen weiteren Notruf aus der angrenzenden Wohnscheibe in der Warschauer Straße 26.

Hier erwartete die Rettungskräfte das gleiche Einsatzbild wie nur gut 150 Meter Luftlinie entfernt. Die neue Größe des Einsatzes rief schließlich auch den Katastrophenschutz-Zug der Stadt Weimar auf den Plan. Nach Angaben der Feuerwehr konnte der Ort, woher der beißende Geruch kam auf den Fahrstuhl eingegrenzt werden. Beide Wohnhäuser wurden komplett evakuiert.

Jedoch brachten mehrfache Messungen keine Erkenntnisse über den Stoff selbst. Nur dass er sich mit der Zeit verflüchtigt, konnte festgestellt werden. Deshalb setzten die Kameraden Ventilatoren zur Zwangsbelüftung ein.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Geschehen aufgenommen. „Wir haben elfmal schwere Körperverletzung und das ist keine Bagatelle. Wir setzen alles daran den Täter zu ermitteln“, so Ralf Kirsten, Leiter der Polizeiinspektion Weimar.

Nachdem auch ein zweites Haus betroffen war, rückte auch der Katastrophenschutz an.
Nachdem auch ein zweites Haus betroffen war, rückte auch der Katastrophenschutz an.  © Thüringen112/Johannes Krey

Titelfoto: Thüringen112/Johannes Krey


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