Menschenrechtspreis geht an chinesischen Häftling

Ilham Tohti kann seinen Preis nicht selber annehmen.
Ilham Tohti kann seinen Preis nicht selber annehmen.  © DPA

Weimar - Weimar hat den uigurischen Bürgerrechtler Ilham Tohti mit dem Menschenrechtspreis der Stadt ausgezeichnet. Tohti konnte den Preis bei dem Festakt am Sonntag nicht selbst entgegennehmen. Er sitzt seit drei Jahren in China im Gefängnis.

Vor seiner Inhaftierung hatte sich Tohti für die weitgehend muslimische Volksgruppe der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang eingesetzt. Dabei hatte er sich laut Begründung der Stadt starkgemacht für eine friedliche Koexistenz zwischen den Uiguren und den Han-Chinesen, die im restlichen Land die Bevölkerungsmehrheit bilden.

Tohti wurde 2014 zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Prozess und sein Ergebnis wurden von vielen internationalen Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt.

Die Stadt Weimar berichtet, dass nach Bekanntwerden der Preisvergabe im Sommer, unter anderem die Website des Menschenrechtspreises gehackt worden sei und seither nicht mehr erreichbar sei.

Titelfoto: DPA


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