AfD-Frontfrau Alice Weidel lässt Zuschauer wegen vermeintlicher Kopf-Ab-Geste aus Saal werfen

Weingarten - AfD-Frontfrau Alice Weidel leistete sich bei einer Parteiveranstaltung im baden-württembergischen Weingarten einen peinlichen Patzer. Die Fraktionsvorsitzende ließ einen Zuschauer kurzerhand aus dem Saal werfen, weil sie seinen Hustenanfall als Kopf-Ab-Geste missverstand.

Der Mann kratzte sich wegen seines Hustenreizes am Hals, dies interpretierte Alice Weidel (40) als Kopf-Ab-Geste.
Der Mann kratzte sich wegen seines Hustenreizes am Hals, dies interpretierte Alice Weidel (40) als Kopf-Ab-Geste.  © Arne Immanuel Bänsch/dpa

Geht man so mit seinen eigenen Anhängern um? Alice Weidels heftige Überreaktion sorgt derzeit für jede Menge Spott in den sozialen Medien.

Die Fraktionsvorsitzende der AfD hielt gerade eine Rede, als ein Zuschauer plötzlich zu husten anfing. Doch statt kurz inne zu halten, sah Weidel sofort Gefahr im Verzug.

Sie missdeutete den harmlosen Hustenreiz als bedrohliche Kopf-Ab-Geste und rief mitten während ihres Vortrags: "Und Sie da vorne mit dem Pferdeschwanz, Sie haben mir eben Kopf-Ab gezeigt und ich möchte, dass Sie aus dem Raum verschwinden."

Die Security war sofort zur Stelle und führte den Mann ab. Weidel war völlig außer sich und rief noch hinterher:

"Reg Dich nicht auf. Geh nach Hause zu Mama und Papa, die bezahlen Dir alles, auch Dein Fuck AfD T-Shirt. Geh mal Geld verdienen. Eure Eltern werden irgendwann auf der Straße sitzen."

Der Mann entpuppte sich später selbst als Anhänger der Partei. Ob sich Weidel nach der Veranstaltung bei ihm entschuldigte, ist unklar. In den sozialen Medien ließen die spöttischen Reaktionen nicht lange auf sich warten. Besonders auf Twitter hagelte es jede Menge Hohn.

Neben bekannten Kanälen wie "Volksverpetzer" äußerten sich etwa auch die politisch-studentische Facebook-Seite "Studis für Weingärten" und die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali zu dem peinlichen Fauxpas. Auch Anhänger der Satire-Partei "DIE PARTEI" waren vor Ort und konnten das Spektakel beobachten.

Titelfoto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

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