Horror-Pleite in Augsburg! Weinzierl beim VfB vor dem Aus?

Augsburg/Stuttgart - War das die letzte Partie für VfB-Coach Markus Weinzierl? Am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga verliert ein katastrophal auftretender VfB Stuttgart beim FC Augsburg mit 0:6 (0:3).

Musste nach der Pleite gegen Augsburg seine Tasche beim VfB packen: Markus Weinzierl.
Musste nach der Pleite gegen Augsburg seine Tasche beim VfB packen: Markus Weinzierl.

Rani Khedira erzielte den 1:0-Führungstreffer für die Augsburger (11.), ehe André Hahn mit dem Treffer zum 2:0 (18.) nachlegte und Philipp Max das 3:0 (29.) für die Fuggerstädter besorgte. Marco Richter traf schließlich zum 4:0 (53.) für Augsburg, bevor Max mit dem 5:0 (58.) seinen Doppelpack perfekt machte. Richter erzielte mit dem 6:0 (68.) ebenfalls seinen zweiten Treffer und setzte den Schlusspunkt.

VfB-Coach Weinzierl tauschte gegenüber der Leverkusen-Pleite seine Startformation auf drei Positionen aus. Statt Andreas Beck, Daniel Didavi und dem Rot-gesperrten Santiago Ascacíbar, begannen Timo Baumgartl, Emiliano Insúa und Stürmerstar Mario Gomez.

Augsburg-Trainer Martin Schmidt veränderte seine Startelf bei seinem Heimdebüt ebenfalls auf drei Positionen. So ersetzte er Keeper Gregor Kobel, Ja-Cheol Koo und Alfred Finnbogason durch Torwart Andreas Luthe, Verteidiger Kevin Danso und Flügelstürmer Max.

Die Partie war eines Abstiegskrimis schon zu Beginn würdig! Mit viel Kampf, doch ohne jegliche Torraumszenen, erarbeiteten sich die Fuggerstädter zunächst eine Überlegenheit gegenüber schwachen Stuttgartern.

Augsburgs Rani Khedira (in weiß) erzielt das 1:0 (11.) für den FC Augsburg.
Augsburgs Rani Khedira (in weiß) erzielt das 1:0 (11.) für den FC Augsburg.

Dann der frühe Schock für den VfB: Jonathan Schmid setzte sich auf der rechten Seite durch, dessen Flanke nahm Khedira dankend an und drosch die Kugel per Direktabnahme zum 1:0 für den FC Augsburg in die Maschen (11.).

Die Fuggerstädter spielten sich anschließend in einen Rausch, während die Stuttgarter in reinem Chaos versanken.

Mit einer einstudierten Eckball-Variante erhöhten die bayrischen Schwaben bereits in der 18. Minute auf 2:0: Hahn versenkte die Kugel mit edler Schusstechnik im VfB-Gehäuse.

Es war auch weiterhin ein grauenhafter Auftritt des VfB. Die Weinzierl-Elf zeigte Auflösungserscheinungen und blamierte sich auf ganzer Linie.

So, wie in der 29. Minute, als sich die Fuggerstädter wieder kinderleicht durch die VfB-Abwehr kombinieren durften und Flügelspieler Richter das Leder auf Max durchsteckte, der die Kugel lässig zum 3:0 über VfB-Keeper Ron-Robert Zieler schlenzte. Zur Pause machte sich das Gefühl breit, es könnte die lettze Kabinenansprache Weinzierls als VfB-Übungsleiter sein.

Stuttgarts Argentinier Nicolás González versucht Augsburgs Jonathan Schmid zu blocken.
Stuttgarts Argentinier Nicolás González versucht Augsburgs Jonathan Schmid zu blocken.  © DPA

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs erweckten die Brustringträger den Eindruck, als hätten man sich aufgegeben.

So kam in der 47. Minute Augsburgs Richter völlig frei vor Stuttgarts Gehäuse zum Schuss, den VfB-Keeper Zieler aber noch im allerletzten Moment zur Ecke abwehren konnte.

Doch sechs Minuten später machte es Richter besser: Der Flügelspieler schlenzte das Spielgerät mit viel Selbstbewusstsein zum 4:0 für den FCA ins Netz (53.).

Es brachen alle Dämme in Augsburg, sodass die Kontermaschine der Fuggerstädter die württembergischen Schwaben überrollte. So traf Max in der 58. Minute nach einem der vielen Tempo-Gegenstöße das 5:0 für die Augsburger.

Es schmerzte inzwischen, was der VfB auf den Rasen brachte. Nämlich nichts. Richter stellte mit sehenswertem Solo auf 6:0 (68.) für den FCA und setzte somit den Schlusspunkt.

Nach dieser heftigen Klatsche dürfte es das letzte Spiel für Weinzierl als VfB-Coach gewesen sein.

Am kommenden Spieltag ist Borussia Mönchengladbach in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena zu Gast.

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