Ermordetes Baby aus Weißenfels: Anwohner verdächtigen Nachbarin

Weißenfels - Neue, heiße Spur im Fall des getöteten Babys aus Weißenfels: Anwohner haben bei MDR-Dreharbeiten eine Frau aus dem Ort verdächtigt, ihr Neugeborenes umgebracht und auf einer Wiese in der Nähe abgelegt zu haben. Sind sie der Kindsmutter nun auf der Spur?

Die Stadt Weißenfels hatte sich um das Begräbnis des Babys selbst gekümmert.
Die Stadt Weißenfels hatte sich um das Begräbnis des Babys selbst gekümmert.  © DPA

Für die MDR-Reihe "Die Spur der Täter" war das TV-Team zusammen mit Moderator Peter Escher (63) und Kriminologin Dr. Bettina Götze am Fundort der Babyleiche an der Zeitzer Straße in Weißenfels.

Dort wurden sie von mehreren Anwohnern angesprochen, die eine junge Weißenfelserin, die nicht weit vom Fundort entfernt wohnen soll, verdächtigten.

Ein DNA-Massentest mit rund 200 bis 300 Frauen im Alter von 17 bis 32 Jahren verlief bereits erfolglos (TAG24 berichtete). Das könnte daran liegen, dass die jetzt Verdächtige zwar im Umkreis von 250 Metern zum Tatort wohne, dort aber nicht gemeldet sei. Deshalb konnte sie auch nicht zur DNA-Untersuchung geladen werden.

Die Ermittler gehen dem Hinweis nun gründlich nach. Ob sich der Verdacht bestätigt hat, ist bislang unklar.

Der Leichnam des Neugeborenen wurde im April 2017 bei Gartenarbeiten entdeckt. Der Säugling war zum Zeitpunkt der Geburt am Leben, wurde im Nachhinein gewaltsam umgebracht. Bisher fehlte jede Spur zur Mutter.

Am heutigen Mittwoch wird die Sendung "Die Spur der Täter" ab 21.15 Uhr im MDR ausgestrahlt.

Eine Kriminologin kehrte einige Monate nach dem gewaltsamen Tod des Säuglings an den Fundort der Leiche zurück. (Symbolbild)
Eine Kriminologin kehrte einige Monate nach dem gewaltsamen Tod des Säuglings an den Fundort der Leiche zurück. (Symbolbild)  © DPA