Während erneuter Tatort-Untersuchung: Neue Hinweise zum toten Baby

Während einer erneuten Tatort-Untersuchung wurde eine Kriminologin von Passanten angesprochen. (Symbolbild)
Während einer erneuten Tatort-Untersuchung wurde eine Kriminologin von Passanten angesprochen. (Symbolbild)  © DPA

Weißenfels - Im Fall des im April 2017 in Weißenfels (Sachsen-Anhalt) tot aufgefundenen Säuglings gibt es möglicherweise neue Hinweise aus der Bevölkerung.

Nachdem ein DNA-Massen-Gentest unter 200 geladenen Frauen im November nicht zur gesuchten Mutter führte, machte sich nun eine Kriminologin ans Werk. Sie kehrte an den Auffindeort, einem Grundstück an der Zeitzer Straße, zurück um sich selbst ein Bild zu machen.

"Dabei wurde sie von Bürgern angesprochen", sagte Hans-Jürgen Neufang TAG24. Ob neue und vor allem weiterbringende Hinweise darunter waren, konnte der zuständige Oberstaatsanwalt nicht sagen.

Ein weiterer Gentest wurde noch nicht beantragt. Bei diesem sollen gegebenenfalls der Umkreis der Suche sowie Alter und berufliche Situation der in Frage kommenden Frauen angepasst werden. Zum ersten Test wurden nur jene gebeten, die maximal 23 Jahre alt sind und sich entweder im Studium oder in einer Ausbildung befinden. "Rund 80 Prozent der Kindsmorde werden von dieser Personengruppe begangen", sagte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang.

Auch eine Ausstrahlung der MDR-Sendung "Kripo live" brachte keine neuen Erkenntnisse zur Kindsmutter. Am Samstag vor exakt 300 Tagen wurde das tote Baby bei Gartenarbeiten in Weißenfels gefunden. Es kam durch massive Gewalteinwirkung ums Leben. Seitdem ist die Mutter auf der Flucht.

Das Baby wurde ohne Name am 29. Juni auf dem Weißenfelser Friedhof beigesetzt. Die Stadt hatte die Kosten der Beerdigung übernommen.
Das Baby wurde ohne Name am 29. Juni auf dem Weißenfelser Friedhof beigesetzt. Die Stadt hatte die Kosten der Beerdigung übernommen.  © DPA

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