Hammer! Das kam bei Ausgrabungen in Sachsen zum Vorschein

Weißwasser - Archäologen haben erstmals in Sachsen eine vollständige bronzezeitliche Siedlungslandschaft entdeckt.

Fein säuberlich sind die einzelnen Fundstellen freigelegt. 3000 Jahre und mehr haben sie auf dem Buckel.
Fein säuberlich sind die einzelnen Fundstellen freigelegt. 3000 Jahre und mehr haben sie auf dem Buckel.  © dpa/Oliver Killig

Im Tagebau Nochten stießen sie auf Reste einer Wohnsiedlung, eines Wirtschaftsareals und eines Bestattungsplatzes, alles aus der Zeit zwischen 1400 und 1000 vor Christus, wie Wolfgang Ender, Referatsleiter beim Landesamt für Archäologie, am Samstag bei der Präsentation der Fundstätte erklärte.

Auf dem Areal befindet sich eines der größten bekannten bronzezeitlichen Häuser im östlichen Sachsen. Es ist 43 Meter lang, 5 bis 6 Meter breit.

Seit Grabungsbeginn im Herbst 2017 konnten sieben Hausgrundrisse, 200 Vorratsgruben und mindestens sieben Grabhügel mit 95 dazwischen liegenden Erdgräbern und typischen Keramikgefäßen rekonstruiert werden.

Wolfgang Ender vom Landesamt für Archäologie mit einem bronzezeitlichen Grabgefäß.
Wolfgang Ender vom Landesamt für Archäologie mit einem bronzezeitlichen Grabgefäß.  © dpa/Oliver Killig

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