Auftakt im Mordprozess: Hat er seinem Kumpel die Kehle durchgeschnitten?

Dresden - Bei der Polizei packte er noch aus, doch vor Gericht schweigt er: Mittwoch begann der Prozess gegen Falco T. (25), der nach einem Trinkgelage seinen Saufkumpan Daniel B. (†38) umgebracht haben soll.

Falco T. (25) soll seinen Kumpel auf grausamste Weise ermordet haben.
Falco T. (25) soll seinen Kumpel auf grausamste Weise ermordet haben.  © Danilo Dittrich

Als es eine Anwohnerin in Weißwasser nachts zischen hörte, dachte sie nicht, welches Grauen sich in ihrer Nachbarschaft abspielt: "Ich habe zum Fenster herausgesehen", sagte sie damals. "Dort spazierte einer im dunklen Mantel lang und stach immer mit etwas in die Reifen."

Kurz darauf stellte die Polizei Falco T. - doch der hatte nicht nur 14 Autos demoliert, sondern behauptete, seinen gehbehinderten Kumpel getötet zu haben. Einen Tag später erließ die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes.

Nach Anklage hatte der Täter Daniel erst die Halsvorderseite aufgeschnitten, anschließend mehrfach mit dem Messer auf ihn eingestochen.

Da es nach Ansicht der Staatsanwaltschaft darum ging, das Opfer möglichst langsam zu töten, überlebte Daniel auch diese Stiche in Hals und Oberkörper noch.

Mit einem Zimmermannshammer soll der Reifenstecher ihm dann den Schädel zertrümmert haben. Anschließend habe er ihm noch fast den Kopf mit einem Brotmesser abgetrennt.

Falco T. äußerte sich nicht zu den Taten, der Prozess wird fortgesetzt.

Nach einer Reifenstecher-Serie fand die Kripo den Toten in seiner Wohnung in Weißwasser.
Nach einer Reifenstecher-Serie fand die Kripo den Toten in seiner Wohnung in Weißwasser.  © Danilo Dittrich

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