Gläser aus der Lausitz für die ganze Welt

Weißwasser - In die ganze Welt gehen kristalline Trinkgläser aus Weisswasser. Still und leise hat das Unternehmen Stölzle Lausitz Millionen investiert - und will weiter wachsen.

Herr der Gläser: Geschäftsführer Peter Feldscher (54) will weiter investieren.
Herr der Gläser: Geschäftsführer Peter Feldscher (54) will weiter investieren.  © Steffen Füssel

Auf gleich vier Produktionsstraßen werden die Gläser gefertigt. "Wir haben den Anspruch, alles auf Lager zu haben, liefern innerhalb von 24 Stunden", so Geschäftsführer Peter Feldscher (54).

Egal ob Sekt-, Wein-, Whisky- oder Wassergläser: Stölzle Lausitz stellt 500 verschiedene Glasformen her - und hat sich relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit zu einer weltweiten Größe entwickelt. An neuen Formen wird ständig getüftelt.

2019 feiert der Betrieb mit 370 Mitarbeitern 130-jähriges Jubiläum. Und der Sand, Hauptbestandteil der Gläser, kommt noch immer aus der Region. "In den vergangenen fünf Jahren haben wir 15 bis 20 Millionen Euro investiert", so Feldscher. In diesem Jahr sei eine neue Maschine für die Randbearbeitung der Gläser an der Reihe.

Das Besondere: Kelch und Stiel werden aus einem Stück gefertigt. "In dieser Menge macht das in Deutschland keiner", so Feldscher. Das mache das Glas bruchsicherer und höherwertiger. Der Fuß komme extra dran. Die Gläser aus Weißwasser sind weltweit gefragt. Feldscher: "Wir liefern in 118 Länder, auch nach Kenia oder die Fidji-Inseln in der Südsee." Jahresumsatz: 40 Millionen Euro.

Gerade habe Stölzle einen Großauftrag eines spanischen Mode- und Einrichtungsunternehmens an Land gezogen. Spezialanfertigungen seien kein Problem. Kunden sind ebenso Winzer oder Luxushotels. Einst größter Glashersteller der DDR, gehört das Unternehmen seit 1996 zur österreichischen CAG-Gruppe mit 50 Standorten weltweit, darunter sechs Glasfabriken.

Alles Handarbeit: Agnieska Wróblewska (43) bei der Qualitätskontrolle. Ausschuss wird wiederverwertet.
Alles Handarbeit: Agnieska Wróblewska (43) bei der Qualitätskontrolle. Ausschuss wird wiederverwertet.  © Steffen Füssel
Mitarbeiter Thomas Seibt (53) überwacht die Herstellung. 13 verschiedene Rohstoffe stecken im Glas - vor allem Sand.
Mitarbeiter Thomas Seibt (53) überwacht die Herstellung. 13 verschiedene Rohstoffe stecken im Glas - vor allem Sand.  © Steffen Füssel
Stölzle Lausitz hat seinen Sitz mitten in Weißwasser. 75 Prozent der Produktion werden exportiert.
Stölzle Lausitz hat seinen Sitz mitten in Weißwasser. 75 Prozent der Produktion werden exportiert.  © Steffen Füssel

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