Häftlinge können im Knast richtig was lernen. Aber tun sie das auch?

In den Justizvollzugsanstalten wird Gefangenen auch die Möglichkeit gegeben, einen Schul- oder Berufsabschluss zu machen.
In den Justizvollzugsanstalten wird Gefangenen auch die Möglichkeit gegeben, einen Schul- oder Berufsabschluss zu machen.  © DPA

Potsdam – Die Zahl der im Gefängnis erworbenen Schulabschlüsse ist in Brandenburg stabil geblieben. Im Schuljahr 2016/17 erreichten Häftlinge 35 Abschlüsse, im Jahr zuvor waren es 34, wie das Justizministerium in Potsdam auf Anfrage mitteilte.

Die meisten entfielen mit 25 auf die Einfache Berufsbildungsreife (Hauptschulabschluss), gefolgt von der Fachoberschulreife (6) und der Erweiterten Berufsbildungsreife (erweiterter Hauptschulabschluss) (4).

Daneben gibt es derzeit 117 Gefangene, die sich beruflich hinter Gittern weiterqualifizieren. Dazu zählen laut Ministerium die Ausbildung zur Fachkraft Gastgewerbe, zum Gebäudereiniger oder auch in den Gewerken Metall, Elektro, Farbe und Holz. Es gibt zudem vorberufliche Qualifizierungen, zum Beispiel im Bereich Logistik und Floristik. Manche Häftlinge lernen Deutsch als Fremdsprache. Darüber hinaus gibt es Fernlehrgänge.

Die Qualifizierungen absolvieren die Häftlinge in den Gefängnissen in Brandenburg/Havel, Cottbus-Dissenchen, Luckau-Duben (Dahme-Spreewald), Neuruppin-Wulkow (Ostprignitz-Ruppin) und Wriezen (Märkisch-Oderland).


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