Magdeburger Aufstiegs-Krawalle: Polizei hofft auf weitere Hinweise

Magdeburg - Eine Woche nach der gewalttätigen Randale am Rande der Aufstiegsfeier des FC Magdeburg (TAG24 berichtete) hat sich die Zahl der Anzeigen auf 29 erhöht.

30 Polizisten wurden bei den Krawallen verletzt. Mit einem Wasserwerfer gingen die Ordnungshüter gegen die Gewalttäter vor.
30 Polizisten wurden bei den Krawallen verletzt. Mit einem Wasserwerfer gingen die Ordnungshüter gegen die Gewalttäter vor.  © Tom Wunderlich

Es gehe um Landfriedensbruch, Sachbeschädigungen sowie Körperverletzungen, teilte die Polizei am Montag in Magdeburg mit. Zunächst hatte sie 19 Anzeigen aufgenommen.

Es sei damit zu rechnen, dass weitere Taten gemeldet werden. Die Zahl der bekannten Verdächtigen blieb hingegen zunächst bei elf.

In der Nacht zum 22. April hatten mehrere hundert Störer in der Magdeburger Kneipenmeile am Hasselbachplatz eine friedliche Feier von 2500 Fußballfans zum Aufstieg in die 2. Bundesliga gesprengt.

Sie legten Feuer auf der Fahrbahn, zerstörten Überwachungskameras und attackierten Feuerwehr und Polizei auch mit Steinen und Böllern (TAG24 berichtete). Dabei wurden 30 Beamte verletzt (TAG24 berichtete).

Die Polizei versucht mit einem fünfköpfigen Ermittlerteam die Vorfälle aufzuklären. Dafür schaltete sie auch ein Online-Portal für Hinweise, Fotos und Videos von Augenzeugen beim Bundeskriminalamt frei. Das Portal werde genutzt, sagte ein Polizeisprecher. Es seien bereits erste Hinweise eingegangen.

Weil sich die Ermittler konkrete Spuren zu weiteren Verdächtigen dadurch erhoffen, verlängerten sie die Laufzeit ihrer Zeugenbitte: Auf das Portal können jetzt bis einschließlich 6. Mai Materialien hochgeladen werden.


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