Welche Farben eignen sich für die Hausfassade im Sommer am besten?

Deutschland – Im Sommer sind Hausfassaden einer intensiven Sonnenstrahlung ausgesetzt. Da ist es wichtig, Fassadenfarben zu wählen, die beständig sind und ein Aufheizen des Gebäudes verhindern. 

Insbesondere reflektierende Fassadenfarben aus dem Farbengroßhandel sind im Sommer äußerst nützlich. Zudem bieten Farben mit Mikroglasperlen die Möglichkeit, die Gefahr von Schimmelbildung zu reduzieren.

Die richtigen Fassadenfarben für den Sommer zu finden, ist nicht ganz leicht. Die Wände sollen sich nicht aufheizen und eine Schimmelbildung muss verhindert werden. Mit den folgenden Tipps und Tricks gelingt die Auswahl der passenden Farben vom Profi ohne Probleme.

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Auf diese Farbeigenschaften kommt es im Sommer an

Wer sich ein neues Haus kauft, möchte dieses attraktiv anstreichen. Im Sommer ist es für eine Hausfassade günstig, wenn die Fassadenfarben Wärme nicht aufnehmen. 

Ansonsten erhitzt sich das Gebäude leicht, was für die Bewohner unangenehm ist und zu Schäden an der Fassade führen kann. Außerdem kommt es darauf an, eine Kondensationsbildung an der Hausfassade zu vermeiden. 

Ansonsten entstehen leicht Algen und Schimmel, die gesundheitsschädlich sind und die Bausubstanz angreifen.

Hingegen bieten sich Anstriche mit niedrigem Emissionsvermögen an, die auch als Farben mit Phasenwechsel bezeichnet werden. Solche Farben sind in der Lage, zu große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zu vermeiden, sodass die Kondensation der Luftfeuchtigkeit nicht so massiv ist.

Im Sommer kommt es insbesondere darauf an, dass die Farben UV-beständig sind. Ansonsten verblassen sie schnell und sehen nicht mehr schön aus. Hinzu kommt, dass Verschmutzungen auf der Hausfassade nicht so deutlich zu sehen sein sollten.

Das lässt sich durch Farben erreichen, die Fett oder Wasser schlecht durchlassen. Isolierende Farben decken Verschmutzungen ab, sodass diese durch die Sonneneinstrahlung nicht hervortreten. Um eine Schimmelbildung zu vermeiden, sollten die Farben Wasserdampf jedoch durchlassen.

Reflektierende Farben sind im Sommer eine gute Wahl

Reflektierende Farben sind im Sommer eine gute Wahl, weil sie eine Aufheizung der Fassade vermeiden. Helle Farben reflektieren das Sonnenlicht besonders gut, wobei Weiß am häufigsten gewählt wird. 

Ungünstig sind Farben wie Bordeaux, weil sich hierdurch die Wände auf bis zu über 80° C aufheizen können. Wenn eine Fassade gelb ist, steigt die Temperatur hingegen nur noch auf maximal 65° C an.

Dunkle Fassadenfarben bringen den Nachteil mit sich, dass Temperaturunterschiede besonders große Auswirkungen haben. Wenn an einem besonders heißen Tag die Sonne einmal durch eine Wolke verdunkelt wird, fällt die Temperatur der Wand auf einmal stark ab. Hierdurch kann es zu Spannungen und Rissen kommen. 

Wer dennoch dunkle Farben für den Sommer nutzen möchte, sollte auf Spezialfarben mit Metalloxiden setzen. Diese können sogar Sonnenstrahlen reflektieren, die sich im nahen Infrarotbereich befinden. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, welche Wellenlänge das Licht hat, das auf die Fassaden scheinen wird.

Farben mit Mikroglasperlen verringern die Gefahr von Schimmelbildung

Im Sommer herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit vor. Das bringt die Gefahr mit sich, dass sich Kondensationswasser an den Wänden bilden kann, wodurch Schimmel auftritt. Um dies zu verhindern, empfiehlt sich der Einsatz von Farben mit hohlen Mikroglasperlen. Diese sind stark isolierend und erhöhen die Oberflächentemperatur der Fassaden ein wenig.

Hierdurch kommt es nicht zu leicht dazu, dass sich Kondensationswasser an den Fassaden absetzt. Allerdings haben solche Farben in der Regel keine hohe Wärmedämmwirkung. Sie führen somit nicht dazu, dass sich die Heizkosten eines Gebäudes spürbar senken, und sind somit für die energetische Gebäudesanierung wenig interessant.

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