Welchen Einfluss haben die Corona-Lockerungen auf Trader?

Deutschland – Die Corona-Krise hat die ganze Welt auf den Kopf gestellt. Hiervon blieben auch die Finanzmärkte und Trader nicht verschont. Durch die Corona-Lockerungen ergeben sich nun wieder neue Möglichkeiten für Investitionen. 

Grund hierfür sind unter anderem die Staatshilfen, die noch größere Einbrüche der Wirtschaft und der Börsen verhindert haben. 

Während der Hochphase der Krise haben sich sowohl Anleger als auch Unternehmen auf digitale Dienstleistungen spezialisiert. Nun gilt es, eine zweite Corona-Welle zu verhindern.

Die Corona-Krise hat sich massiv auf die Börse und das Verhalten von Tradern ausgewirkt.
Die Corona-Krise hat sich massiv auf die Börse und das Verhalten von Tradern ausgewirkt.  © pixabay.de © Gerd Altmann CCO Public Domain

Die Corona-Krise hat den Aktienhandel durcheinandergewirbelt

Die Finanzmärkte haben aufgrund der Corona-Krise extreme Schwankungen hinter sich. Der deutsche Aktienindex (DAX) hat im Laufe der Pandemie teilweise 20 Prozentpunkte eingebüßt. Das liegt unter anderem daran, dass die Wirtschaft unter den Krisenbedingungen und dem Lockdown stark gelitten hat. 

Viele Betriebe haben die Schließungen nur mit Mühe und Not überstanden, während andere Insolvenz anmelden mussten. Diese Entwicklungen haben den Aktienhandel hochgradig beeinflusst.

Viele Händler haben sich von Wertpapieren verabschiedet, die noch unmittelbar vor der Krise gute Renditechancen versprochen haben. Außerdem war es während des Lockdowns vielfach nicht möglich, den Wertpapierhandel so weiterzuführen, wie man es gewohnt war. 

Hinzu kam, dass gerade zu Beginn der Krise keine seriösen Prognosen möglich waren, wie sich die ganze Situation weiterentwickeln würde. All dies hat zu negativen Auswirkungen geführt, von denen sich die Wirtschaft und der Aktienhandel jetzt angesichts der Corona-Lockerungen langsam wieder erholen.

Der Einsatz von Trading-Demokonten

Während der Krise haben viele Trader auf sogenannte Trading-Demokonten gesetzt. Mit diesen ist es möglich, die eigene Aktienstrategie auszuprobieren, ohne tatsächliches Geld investieren zu müssen

Die Nutzer können verschiedene Investitionen virtuell tätigen und prüfen, welche Auswirkungen das auf ihr Portfolio und ihre Renditen gehabt hätte. Hierdurch lässt sich nach und nach eine Aktienstrategie entwickeln, die angesichts der Pandemie sinnvoll und erfolgversprechend ist.

Da jetzt die Corona-Lockerungen Einzug halten, ist es an der Zeit, diese Aktienstrategie in die Tat umzusetzen. Nun müssen die während des Lockdowns gewonnenen Erkenntnisse angewendet und bei tatsächlichen Investitionen am Aktienmarkt genutzt werden. 

Wer die Zeit des Stillstandes sinnvoll genutzt hat, um konkrete Pläne für die Zeit nach Corona zu entwerfen, hat jetzt klare Vorteile. Viele halten es zudem für sinnvoll, ein separates „Corona-Depot“ zu eröffnen, auf dem mit Risikokapital gearbeitet wird. Ein solches Depot bieten Banken, Sparkassen und Onlinebroker meist auch für schnelle Trades zu guten Preisen. 

Die Finanzspritzen des Staates haben einen noch schlimmeren Sturz der Aktienkurse verhindert.
Die Finanzspritzen des Staates haben einen noch schlimmeren Sturz der Aktienkurse verhindert.  © pixabay.de © Gerd Altmann CCO Public Domain

Staatshilfen lassen Unternehmen aufatmen

Ein Grund dafür, dass sich die Aktienmärkte jetzt durch die Corona-Lockerungen erholen, liegt an den Staatshilfen für Unternehmen. Die Regierungen der Länder haben kein Interesse daran, ihre Wirtschaft durch die Krise zu Boden gehen zu lassen. 

Deswegen werden gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durch staatliche Finanzhilfen unterstützt. Das Ziel ist es, ihnen Zeit zu kaufen, die sie benötigen, um eigene Maßnahmen zur Überwindung der Krise zu erarbeiten.

Der Umgang mit den Staatshilfen war jedoch nicht bundesweit einheitlich. Während in einigen Bundesländern streng geprüft wurde, ob ein Unternehmen die Kriterien für Staatshilfen erfüllte, wurde das Geld in anderen Bundesländern unbürokratisch vergeben. Vom letzten Fall profitierten die Unternehmen und hatten schnellstmöglich wieder genügend Liquidität zur Verfügung. Bei der ersten Strategie kam es hingegen seltener zu einem Missbrauch der Hilfen. 

Durch die leichte Verbesserung der Situation bei den Unternehmen haben sich auch die Aktienmärkte wieder stabilisiert. Man kann sich auf gewohntes Terrain zurückbegeben und den Wertpapierhandel wieder so betreiben, wie vor der Krise.

Diese Lockerungen haben die Situation entschärft

Ein wichtiger Grund dafür, dass sich die Aktienmärkte durch die Corona-Lockerungen erholt haben, ist die Öffnung der Grenzen. Viele Unternehmen sind international tätig und davon abhängig, an Kunden in anderen Ländern liefern zu können. Zu Beginn der Krise wurden die Grenzen geschlossen, um eine unkontrollierte Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Im Rahmen der Corona-Lockerungen wurden sie nun wieder geöffnet und ein globaler Handel ist grundsätzlich wieder möglich.

Hinzu kommt, dass durch die Corona-Lockerungen die Lieferketten wieder intakt sind. Einige Unternehmen, die auf Ressourcen und Materialien von Zulieferern angewiesen sind, können endlich wieder mit ihrer Arbeit beginnen. Zudem sind auch die Zulieferer wieder im Geschäft und können Umsätze und Gewinne erwirtschaften. Von diesen positiven Entwicklungen profitiert der Aktienmarkt. Die Anleger sind wieder beruhigter und können besser einschätzen, in welche Unternehmen sie investieren möchten.

Digitale Dienstleistungen haben an Zuspruch gewonnen

Nicht alle Unternehmen haben unter der Corona-Krise gleichermaßen zu leiden gehabt. Es hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen und Anleger Alternativlösungen gesucht haben. Viele wurden im Bereich der Digitalisierung fündig. Die Wirtschaft ging dazu über, ihre digitale Transformation voranzutreiben, wodurch diese einen massiven Schub erhalten hat. 

Vorsichtigen Schätzungen zufolge ist die Digitalisierung in Deutschland durch die Corona-Krise um 7 Jahre beschleunigt worden. Auch Anleger haben digitale Technologien genutzt, um ihrer Arbeit weiter nachgehen und zumindest einige Renditen erzielen zu können. 

Eine zweite Corona-Welle wäre für die Wirtschaft und die Finanzmärkte ein Albtraum.
Eine zweite Corona-Welle wäre für die Wirtschaft und die Finanzmärkte ein Albtraum.  © pixabay.de © Markus Winkler CCO Public Domain

Ein zweite Welle wäre verheerend

Die aktuellen Corona-Lockerungen haben zu leichten Verbesserungen in der Wirtschaft und am Aktienmarkt geführt. Bis der Status von vor der Krise erreicht wird, dürften aber noch viele Monate wenn nicht sogar Jahre ins Land streichen. 

Deswegen muss alles unternommen werden, um eine zweite Welle der Corona-Krise zu vermeiden. Diese würde sowohl die Wirtschaft als auch die Finanzmärkte mit voller Wucht treffen und zu noch größeren Verwerfungen führen, als dies bis jetzt der Fall war.

Zahlreiche Unternehmen haben sich in den letzten Wochen und Monaten nur knapp über Wasser halten können. Andere haben das nicht geschafft und mussten Insolvenz anmelden. 

Das betrifft KMU ebenso wie Großunternehmen, weswegen eine Verhinderung einer zweiten Welle im Interesse aller ist. Sollte es noch einmal zu einem Lockdown kommen, müssten viele Unternehmen endgültig schließen

Die Unternehmen könnten nicht einmal mehr durch Staatshilfen am Leben gehalten werden. Schon jetzt ist fraglich, ob die Betriebe die staatlichen Kredite werden zurückzahlen können. Bis zu einem normalen Wirtschaften und Umsätzen von vor der Krise ist es schließlich noch ein weiter Weg.

Titelfoto: pixabay.de © Gerd Altmann CCO Public Domain


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